Ziel: Den Umschaltpunkt bei 20 Millionen Kubikmetern Wasser hinauszögern

Edersee-Pegel sinkt immer weiter ab: Fähr-Betrieb eingestellt

Weiter Weg vom Taucherbaum zum Wasser: Der Pegelstand des Edersees sinkt weiter; links Ruinen der alten Dorfstelle Berich.
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Weiter Weg vom Taucherbaum zum Wasser: Der Pegelstand des Edersees sinkt weiter; links Ruinen der alten Dorfstelle Berich.

Der Wasserstand des Edersees sinkt weiter. Die Talsperre ist nur noch zu elf Prozent gefüllt – das sind rund 26,57 Meter unter Vollstau.

Edersee – Vor einer Woche wurde die übliche Mindestabgabe von sechs Kubikmetern pro Sekunde auf vier gesenkt. Gestern hat das Wasserstraßen- und Schifffahrtsamt Weser noch einmal an dieser Stellschraube gedreht und den Ablauf auf nur noch drei Kubikmeter eingestellt.

Ziel: Den Umschaltpunkt bei 20 Millionen Kubikmetern hinaus zögern

Das soll ein weiteres Sinken des Wasserstands verlangensamen, sagt Yasmin Yazdi, Fachbereichsleiterin Schifffahrt bei den WSA-Ämtern in Hann. Münden und Verden. Die Talsperre ist aktuell nur noch mit rund 21,7 Millionen Kubikmetern Wasser gefüllt. „Unser Ziel ist es, den nächsten Umschaltpunkt bei 20 Millionen Kubikmetern möglichst hinaus zu zögern.“ Ab dieser Marke darf nur soviel abgegeben werden, wie zufließt.

So niedrig wie in desem trockenen September war der Wasserspiegel des Edersees in den vergangenen zehn Jahren nicht. In 2019 waren im selben Zeitraum noch über 27 Millionen Kubikmeter in der Edertalsperre, und im trockenen Sommer 2018 über 26 Millionen. In 2017 dagegen hatte die Talsperre 86,90 Millionen Kubikmeter Inhalt und ein Jahr davor 62 Millionen.

2018 knapp vorbei geschrammt

Die 20-Millionen-Marke war zuletzt nur einmal in greifbarer Nähe, erinnert Yasmin Yazdi. „Im Jahr 2018 ist die Talsperre ganz knapp daran vorbei geschrammt.“ Wie lange aktuell das Erreichen dieses Pegels noch hinausgezögert werden kann, lasse sich nicht verbindlich berechnen, sagt Yaszdi. Das hänge entscheidend ab von Niederschlägen im Einzugsgebiet der Talsperre. „Und da ist in der nächsten Woche einiges zu erwarten.“

Die Unterstützung der Weser durch Wasserabgaben aus dem Edersee wurde schon vor über sechs Wochen eingestellt als die Grenze von 40 Millionen Kubikmeter Talsperreninhalt erreicht war. Ab dem 12. August wurde der Abfluss von zuletzt 25 auf die Mindestabgabe von sechs Kubikmeter pro Sekunde reduziert.

Fähren auf der Weser haben ihren Betrieb inzwischen wegen Niedrigwassers eingestellt..

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