Drei Gruppen in Quarantäne

Corona-Ausbruch im Bergheimer Kindergarten

Aufregung bei den „Ederwichteln“: Nach mehreren positiv auf das Corona-Virus getesteten Mitarbeiterinnen wurde die obere Etage des Kindergartens geschlossen.
+
Aufregung bei den „Ederwichteln“: Nach mehreren positiv auf das Corona-Virus getesteten Mitarbeiterinnen wurde die obere Etage des Kindergartens geschlossen.

Nach einem Corona-Ausbruch im Bergheimer Kindergarten wurde die komplette obere Etage geschlossen.

  • Im Bergheimer Kindergarten wurden mehrere Mitarbeiterinnen positiv auf das Corona-Virus getestet.
  • Die komplette obere Etage ist geschlossen, im räumlich abgetrennten Erdgeschoss läuft der Kindergartenbetrieb für die verbleibenden drei Gruppen weiter.
  • Kritik von Eltern, es seien nach dem ersten Verdachtsfall zu spät Maßnahmen eingeleitet worden, weist das DRK als Betreiberin der Einrichtung zurück.

Edertal-Bergheim – Im Bergheimer Kindergarten wurden mehrere Mitarbeiterinnen positiv auf das Corona-Virus getestet. Die obere Etage der sechsgruppigen Einrichtung ist inzwischen geschlossen. Eltern kritisierten gegenüber der WLZ, dass nicht sofort nach dem ersten Verdachtsfall am Montag reagiert worden sei sondern wertvolle Zeit verstrich, in der sich das Virus verbreiten konnte.

In enger Absprache mit dem Gesundheitsamt

Der DRK-Kreisverband Bad Wildungen ist Träger der Einrichtung. „Wir standen von Anfang an in engem Kontakt mit dem Gesundheitsamt“, betont Jannik Drüen, Kindergarten-Koordinator beim DRK. Alle Maßnahmen seien in enger Absprache mit dem Gesundheitsamt veranlasst worden.

Der erste Corona-Fall betraf eine Mitarbeiterin, die sich bereits am Freitag vergangener Woche einem Schnelltest unterzogen habe. Der sei negativ ausgefallen, berichtet Drüen. Nachdem die Mitarbeiterin am Wochenende aber Symptome entwickelt habe, sei sie am Montag erneut getestet worden – diesmal mit positivem Befund. „Die Mitarbeiterin hat die Einrichtung dann nicht mehr betreten.“

Drüen: „Bei Schnelltests hatten wir mehrere positive Fälle“

Laut Drüen wurden die Eltern über den zunächst noch nicht bestätigten Fall am Dienstag per Aushang im Kindergarten informiert. Am Mittwoch nachmittag sei in Absprache mit dem Gesundheitsamt zunächst eine Kindergartengruppe geschlossen worden. Nach weiteren Tests beim DRK „haben sich dann die Ereignisse überschlagen – bei Schnelltestes hatten wir mehrere positive Fälle.“

In Abstimmung mit dem Gesundheitsamt sei daraufhin die komplette obere Etage geschlossen worden. Im Rahmen des Hygienekonzepts ist der Betrieb dieser drei Gruppen räumlich getrennt von den anderen drei Gruppen im Erdgeschoss. Betreiber und Einrichtungsleitung hätten sich nach den Vorgaben gerichtet, betont Drüen. „Wir dürfen selbst gar nicht eigenmächtig handeln – das geht nur mit dem Gesundheitsamt.“ Er habe Verständnis für die Sorgen der Eltern, räumte Drüen ein.

Tests alle zwei Wochen

Das DRK nutze die vorgegebenen Möglichkeiten. Alle Mitarbeiter würden alle zwei Wochen getestet. Darüber hinaus hätten sie bei Verdacht sofort die Möglichkeit auf einen antigenen Schnelltest in der Rettungswache.

Die Gemeinde Edertal, in deren Auftrag das DRK die Kita betreibt, war laut Bürgermeister Klaus Gier von Anfang an in die Beratungen eingebunden. Vorwürfe, die Einrichtung habe Maßnahmen zu lange herausgezögert, wies er zurück. „Die Kritik sehen wir als nicht tragbar an.“

Fortführung im Erdgeschoss dank des Hygienekonzepts möglich

Hauptamtsleiter David Zerbes betonte: „Es wurde verantwortungsbewusst gehandelt.“ Dank des Hygienekonzeptes sei im Erdgeschoss die Fortführung des Kindergartenbetriebs möglich. Wenn keine weiteren Corona-Fälle auftreten bleibe die obere Etage bis zum 14. März geschlossen. Laut Zerbes soll es sich um die britische Mutante handeln.

Eine Stellungnahme des Kreisgesundheitsamts lag bis Redaktionsschluss nicht vor. (Cornelia Höhne)

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare