Anzeigen wegen verschiedener Verkehrsverstöße

Bei Polizeikontrollen am Edersee sechs Fahrzeuge aus dem Verkehr gezogen

Symbolbild: Die Polizei kontrollierte den Verkehr am Edersee.
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Symbolbild: Die Polizei kontrollierte den Verkehr am Edersee.

Edersee – Bei Polizeikontrollen am Edersee wurden mehrere Fahrzeuge aus dem Verkehr gezogen.

Die Polizei hat am Edersee weiterhin Fahrer im Visier, die durch ihr Verhalten im Straßenverkehr andere belästigen oder gefährden. Bereits seit Beginn der Saison führt die Polizei Schwerpunktkontrollen gegen Raser und sogenannte „Autoposer“ durch, nicht zuletzt wegen anhaltender Beschwerden aus der Bevölkerung.

AG Poser Nordhessen geht gegen Verkehrsdelikte vor

Mitte Mai hat zudem eine spezielle Arbeitsgruppe, die AG Poser, ihre Arbeit in Nordhessen aufgenommen und geht mit fachkundigen Beamten gezielt gegen solche Verkehrsdelikte vor. Am Freitag, 14. August, haben Beamte der Verkehrsinspektion Kassel, der AG Poser und Beamten aus Waldeck-Frankenberg bei Kontrollen am Edersee erneut sechs verkehrsuntaugliche Fahrzeuge aus dem Verkehr gezogen und gegen mehrere Fahrer Anzeigen wegen verschiedener Verkehrsverstößen eingeleitet.

167 Fahrzeuge überprüft

Insgesamt überprüften die Verkehrspolizisten an dem Freitag 167 Fahrzeuge, darunter 140 Motorräder. Bei fünf Fahrzeugen wurde die Weiterfahrt wegen des Erlöschens der Betriebserlaubnis untersagt. Ein Pkw wurde sichergestellt und ein Gutachter beauftragt. Dabei handelte es sich um das 100. sichergestellte Fahrzeug der AG Poser. Zudem zeigten sie acht Fahrer wegen Geschwindigkeitsüberschreitungen an, davon waren vier mit einem Motorrad unterwegs.

Roller auf Prüfstand

Auch ein Roller fuhr in die Kontrollstelle. Bei der Überprüfung stellte sich heraus, dass es sich um einen Roller mit zulässiger Höchstgeschwindigkeit von 25 km/h handelte. Als die Beamten ihn auf den Rollenprüfstand überprüften, wurde eine Höchstgeschwindigkeit von 105 km/h festgestellt. Der Fahrer muss sich nun wegen mehrerer Verkehrsdelikte verantworten, unter anderem wegen Fahren ohne Fahrerlaubnis.

Neun Lautstärkemessungen

Bei der Schallmessung eines Sportwagens „Corvette“ wurde ein deutlich zu hoher Wert von 120 Dezibel gemessen. Zulässig wären für diesen Wagen höchstens 90 Dezibel. Neben einem Bußgeldverfahren bekommt die Zulassungsstelle eine Nachricht über den Verstoß. Zudem wird der Halter die Gesamtkosten in vierstelliger Höhe für Gutachten, Abschleppung, Neuteile, TÜV-Abnahme und Zulassung tragen müssen.

Insgesamt führten die Beamten neun Lautstärkemessungen bei Pkw und Krädern durch. Sechsmal fielen diese Messungen positiv aus. Zwei weitere Kradfahrer müssen sich wegen Fahren ohne Fahrerlaubnis verantworten, da sie nur Kräder bis 35 kW führen durften. Die Leistung ihrer Kräder lag aber darüber.

Alkohol oder Drogen konnten bei keinem der kontrollierten Fahrer festgestellt werden.

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