Höhepunkt des Festwochenendes

Prächtiger Umzug  zum 35. Jubiläum der Mehlener Kälberkirmes

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Olymp und Akropolis waren Thema bei der "Kälberherde Mehlen", die beim Publikum den ersten Preis des Umzugs gewann.

Mehlen. 35 Jahre nach der (Neu-)Gründung des Mehlener Kirmesteams knüpfte der prächtige Umzug durchs Dorf an alte Zeiten an.

Von den Feuersteins über den griechischen Olymps bis zu Eisbären in Zeiten des Klimawandels war vieles von Rang und Namen auf den Wagen und in den Fußgruppen vertreten.

Von Lieschensruh setzte sich der Zug in Bewegung, zog am Kreisel mit den Tierfiguren vorüber Richtung Dorfmitte, wo die Mehlener und viele Gäste den Aktiven Beifall zollten, sich nach Süßigkeiten bückten, die von den Wagen in die Zuschauerreihen geworfen wurden oder die eine oder andere flüssige Leckerei für Erwachsene abstaubten.

Angeführt von den Kirmeseltern Patrick Simshäuser und Laura Horn in der traditionellen Kutsche hatten viele Mehlener Gruppen und Abordnungen befreundeter Kirmesvereine aus der Nachbarschaft viel Spaß am bunten Treiben. „Die Begeisterung unseres Dorfes für die Kirmes ist riesengroße und für uns von unschätzbarem Wert“, meinte Patrick Simshäuser im Anschluss. Selbst der lange Wolkenbruch vom Samstagabend hatte der Stimmung im Festzelt keinen Abbruch getan. „Unglaublich, was die Wagenbauer jedes Jahr leisten“, meinte Kirmesmutter Laura Horn.

Das Publikum stimmte über die aus seiner Sicht gelungensten Beiträge ab. Alle drei ersten Plätze gingen an Mehlener Gruppen und ganz vorne landete die „Kälberherde Mehlen“, die Gruppe der jüngeren, ehemaligen Kirmesburschen und -mädchen. Ihr Thema war die Akropolis und den Göttern aus dem Olymp. Auf Rang kam der „Waldecker Busch“, die „Bau-Gemeinschaft“ aus Dorfplatz und „Roter Busch“ (Lieschensruh) mit ihren Auszügen aus dem Geschichtsbuch aus der Perspektive Hollywoods.

Die „Alten Kälber Mehlen“, die Kirmesteam-Mitglieder der Gründergeneration, traten unter dem Motto „Ab ins Beet“ mit Impressionen rund um den Garten an. Wieso sie einst ausgerechnet den Kalbskopf zum Sympol des Kirmesteams erkoren, das wurde am Rande des Zuges den Unwissenden auf Nachfrage verraten.

Die „Kälberkirmes“ bezieht sich auf Besitzverhältnisse und Verpflichtungen von Baunern aus alter Zeit. Sie mussten jedes Jahr Kälber als Teil von Abgaben an die Kirche nach Mehlen bringen.

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