Publikum spendet viel Applaus im vollen Bürgerhaus

Salonorchester "Cappuccino" begeistert in Vielfalt und Qualität beim Edertaler Neujahrskonzert

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„Cappuccino“ überzeugte bei jedem einzelnen Stück: hier Larissa Niederquell als Gesangssolistinl

Hemfurth-Edersee – Im Bürgerhaus gab es am Samstagabend eine kleine Tradition zu feiern: Zum zehnten Mal spielte das Waldeckische Salonorchester „Cappuccino“ auf einem Neujahrskonzert des Kulturkreises Edertal.

Alle Plätze waren besetzt, als die Ensemblemitglieder das Konzert mit einer Ballettmusik begannen.

Die Konzertbesucher genossen ein unterhaltsames und anspruchsvolles Neujahrskonzert, dessen Programm von Rainer W. Böttcher fachkundig und kurzweilig moderiert wurde. Er machte die Besucher etwa darauf aufmerksam, dass der französische Komponist Reynaldo Hahn für das im Anschluss aufgeführte Werk hörbar eine Anleihe bei Johann Sebastian Bachs „Air“ genommen habe.

Wie immer spielte „Cappuccino“ im ersten Teil des Konzertes Werke aus der Abteilung „E-Musik“, leichte Klassik von Georg Philipp Telemann oder venezianische Melodien, einen musikalischen Mix aus barocker Eleganz und Musik im Stil des „Rondo Veneziano“. Einen besonderen Hörgenuss bot Larissa Niederquell mit ihrem warmen, transparenten und wohlklingenden Sopran in der Arie „Domine Deus“ aus Vivaldis berühmten „Gloria in D“ in brillanter Harmonie mit der Flöte von Eberhard Enß.

Der zweite Teil des Konzertes begann mit dem Strauß-Walzer „An der schönen blauen Donau“, bevor das Ensemble den Cole Porter Hit „Begin the Beguine anstimmte und „Something stupid“ spielte. Diesen Song machte Frank Sinatra gemeinsam mit seiner Tochter Nancy berühmt. Die Besucher freuten sich über eine besonders schöne „Cappuccino“-Version des Beatle-Hits „Yesterday“ und eine bekannte Zigeunermelodie, deren Violin-Solo die aus Ungarn stammende Geigerin Andrea Eiselt äußerst gekonnt darbot.

Larissa Niederquell sang den Zarah Leander Hit „Niemals aus Liebe weinen“ und „I love you - vergiss nicht ich lieb‘ dich“ und zeigte damit, dass sie auch kecke und lustige Songs gelungen interpretiert. Als Zugabe erfüllten die Waldecker Musiker einen Geburtstagswunsch: „Time to say goodbye“.

„Cappuccino“ präsentierte sich zum Edertaler Neujahrkonzert erneut als Cross-Over-Ensemble, als Kammer- und Salonorchester, das in der Klassik wie in der Pop- und Unterhaltungsmusik zu Haus ist. Jedes Orchestermitglied ist technisch mit seinem Instrument ganz herausragend vertraut, eine Voraussetzung für den brillanten Orchesterklang wie aus einem Guss, der von mentaler Übereinstimmung der Musikerinnen und Musiker zeugt. Wie gewohnt ging das Neujahrskonzert zu Ende mit dem „Radetzky Marsch“, zu dem die Besucher den Takt begeistert mitklatschten. (szl)

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