Viel investiert seit 1978

Segelsportgemeinschaft Edersee vor 40 Jahren gegründet

Edersee. Bündelung der Interessen statt auf dem Wasser immer nur aneinander vorbeizufahren: Dieses Ziel setzten sich vor 40 Jahren die Segler Paul Völlmecke, Herbert Weny und Manfred Malcher und starteten eine Initiative, die im März 1978 in die Gründung der Segelsportgemeinschaft Edersee mündete.

29 Seglerinnen und Segler hoben den Verein damals aus der Taufe. Nun feierte die SSGE diesen runden Geburtstag.

„Reingewurstelt“

Vier ereignisreiche Jahrzehnte liegen hinter dem Verein, die geprägt waren von segelsportlichen und baulichen Aktivitäten. „Wir haben ihn irgendwie dilettantisch gegründet, uns aber reingewurstelt“, meinte Vorsitzender Völlmecke zum Auftakt der Jubiläumsfeier im Bringhäuser SSGE-Clubheim „Zur Endstation“. Spontaneität bestimmte das Vorgehen der Mitglieder und ist laut Völlmecke bis heute Seele des Vereins geblieben. „Hätten wir damals nüchtern kalkuliert, würden wir heute hier nicht sitzen.“

Anfangs sei man heimatlos gewesen, habe Regatten ausgetragen, sich in Garagen getroffen und Sommerfeste auf dem Grillplatz gefeiert. Nach zehn Jahren wurde der Verein sesshaft und kaufte die Gaststätte „Endstation“. Damals eine „Bruchbude“, wie Völlmecke anmerkte.

Die Mitglieder krempelten die Ärmel hoch und begannen mit dem Um- und Ausbau. Ostern 1991 wurde die „Endstation“ mit neuem Pächter der Gastronomie wiedereröffnet. Allein 2000 Arbeitsstunden leisteten die Segler für das Gebäude, das auf einem Grundstück der Gemeinde Edertal steht.

Bewährungsprobe 2014

In den nächsten Jahren folgten Umbau des alten Toilettengebäudes, umfassende Renovierungsarbeiten am Clubheim Ende der 90er Jahre, eine umfassende Dachsanierung und schließlich Anbau behindertengerechter Sanitäranlagen ans Clubheim sowie Bau eines für Handicap-Segler geeigneten Steges einschließlich barrierefreier Rampe am Ufer. Die erste große Bewährungsprobe bestanden die barrierefreien Anlagen 2014 bei der Internationalen Deutschen Meisterschaft in der paralympischen Klasse 2.4mR in Bringhausen.

Investitionslast noch spürbar

Die daraus erwachsenen finanziellen Verpflichtungen seien noch bis heute eine Belastung für den Verein, meinte der Vorsitzende. Er stellte aber auch klar: „Von Pleite kann keine Rede sein.“ Kritisch setzte er sich in diesem Zusammenhang auch mit der „lähmenden Verwaltungsarbeit“ auseinander. Sein Wunsch für die Zukunft: Entbürokratisierung der Vereinsarbeit und Verjüngung des Vereins. Völlmecke:

„Ich wünsche mir, in zehn Jahren wieder eine Rede zum Jubiläum halten zu können vor einer Schar von Mitgliedern, die 50 Jahre jünger sind als ich.“ (sch)

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