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Edertaler bei Weltmeisterschaft der Feuerwehrsportler auf Platz sechs

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Auf dem Weg ins Spitzenfeld: Jochen Drüen bei den „World Firefighter Games“ in Portugal.
Auf dem Weg ins Spitzenfeld: Jochen Drüen bei den „World Firefighter Games“ in Portugal. © Drüen/pr

Feuerwehr-Wettkämpfer Jochen Drüen war auf internationalem Parkett erfolgreich: Der Edertaler startete bei den „World Firefighter Games“ in Portugal.

Edertal - Bei dieser Weltmeisterschaft der Feuerwehr-Sportler trat er mit anderen Feuerwehrsportlern in Lissabon für das deutsche Team an.

Muskelkraft und Ausdauer an mehreren Stationen gefragt

Drüen geht im Einzelwettkampf in der Königsdisziplin TFA-Lauf an den Start. Die Abkürzung „toughest firefighter alive“ (übersetzt „härtester lebender Feuerwehrmann“) gibt einen Vorgeschmack auf die Anforderungen. Der Wettkampf an mehreren Stationen gilt als „Ironman der Feuerwehr“.

An der ersten Station geht es um das Ziehen von B-Schläuchen. Insgesamt 80 Meter Vollgummi-Schläuche mit einem Gewicht von bis zu 136 Kilogramm erforderten Muskelkraft. Beide Strahlrohre müssen ordentlich in ein Feld abgelegt werden. Danach sind zwei B-Schläuche aus Vollgummi zu rollen und in eine Box abzulegen.

Mit Kanistern auf einen Turm

An der nächsten Station gibt es mehrere Aufgaben. Mit einem vier Kilo schweren Hammer wird ein Gewicht von 71,5 Kilo über eine Distanz von 1,5 Metern geschlagen. Es gilt, einen 80 Kilo schweren Dummy 80 Meter weit zu ziehen und einen Kanister mit 20 Litern durch einen Tunnel zu schieben, mit Wendepunkt außerhalb.

Dummy fest im Griff: Der Edertaler startet in der Königsdisziplin der Feuerwehr-Wettkämpfer.
Dummy fest im Griff: Der Edertaler startet in der Königsdisziplin der Feuerwehr-Wettkämpfer. © Drüen/pr

Dann muss der Edertaler eine drei Meter hohe Hinderniswand aus dem Stand am Seil überwinden und legt dafür das schwere Atemschutzgerät ab. Station drei sieht das Anleitern von drei zusammengesteckten Steckleiterteilen aus Holz vor. Zwei 20-Kilo-Kanister werden schließlich vier Stockwerken hinauf auf einen Turm getragen. An einem Seil wird ein doppeltes B-Schlauch Paket hochgezogen.

Danach geht es mit den Kanistern wieder hinunter, und ein Mundstück muss auf ein B-Strahlrohr aufgeschraubt werden. Station vier ist der „Stairrun“: Zehn Stockwerke müssen eiligst erklommen werden.

Über 40 verschiedene Sportarten

Bei diesen kräftezehrenden Aufgaben zahlte sich das beständige Training des Edertalers aus. Bei Temperaturen um die 30 Grad absolvierte der 50-Jährige in voller Feuerwehrausrüstung den Parcours in zwölf Minuten und erreicht in seiner Altersklasse Platz sechs.

Insgesamt sind über 50 Nationen in 40 verschiedenen Sportarten am Start. Im Medaillenspiel rangiert Deutschland am Ende auf Platz drei. Der Sieg geht an Tschechien.

Unterstützt von Feuerwehren aus Bad Wildungen und Wetterburg

Der erfolgreiche Einzelwettkämpfer richtet einen großen Dank an die Feuerwehren aus Bad Wildungen und Wetterburg. „Ohne diese herausragende kameradschaftliche Unterstützung in der Vorbereitung wäre eine Teilnahme an dem Wettkampf nicht möglich gewesen.“ Auch andere Unterstützer hätten zu dem Erfolg beigetragen.

Ans Aufhören denkt Drüen nicht. Der Wettkampfkalender ist gut gefüllt, dieses Wochenende geht es mit der Veranstaltung „Fire Fit“ in Seesen weiter. Nächster Höhepunkt für den Edertaler ist die Teilnahme bei „Fire Fit“ auf der „Interschutz“ im Juni in Hannover, das ist die internationalen Leitmesse für Brand. Dort nimmt der 50 Jahe alte Arbeitspädagoge aus Kleinern an den Europameisterschaften teil.  

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