Gespräche mit Ministerpräsident Bouffier und Wirtschaftsminister Al-Wazir

Tourismus als Steuerungsziel: Regionalverband kämpft weiter für volleren Edersee

Neuausrichtung beim Wassermanagement bleibt das Ziel: Der Regionalverband Edersee-Diemelsee hofft auf eine Lösung bei anstehenden Gesprächen mit Ministerpräsident Bouffier. Archivfoto: Höhne

Edersee. Der Regionalverband Eder-Diemelsee (RVED) will sich weiter für einen volleren Edersee einsetzen. Das signalisiert Axel Benkner, stellvertretender Vorsitzender des Vereins.

Eine Verbesserung beim Wassermanagement sei nur möglich, wenn das Konzept geändert wird. Dieser „Befreiungsschlag“ wäre die Aufnahme des Tourismus als Steuerungsziel in die Zweckbestimmung der Edertalsperre. Dagegen spreche sich die Wasserschifffahrtsverwaltung in Hann. Münden (WSA) aus. Sie lehne auch die Kompromissvorschläge des RVED mit Hinweis auf den klaren Vorrang der Schifffahrt auf der Oberweser ab, der auch wirtschaftliche Abwägungen ausschließe.

Die Zweckbestimmung für die Edertalsperre ändern

Benkner: „Alle Veränderungen des Wassermanagements in Reaktion auf geringere Niederschläge dienen in erster Linie der Stabilisierung der Pegelstände an der Oberweser, das kann man dem Amt bei der momentan gültigen Zweckbestimmung auch nicht vorwerfen.“ Der RVED setzt sich jetzt für eine Änderung der Zweckbestimmung ein. 

Benkner ist optimistisch, dass Ministerpräsident Bouffier und Wirtschaftsminister Al-Wazir bei den anstehenden Verhandlungen mit dem Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur die „schon lange überfällige Aufnahme des Tourismus in die Zweckbestimmung erreichen“. 

Sollte im ersten Schritt keine Lösung erzielt werden, könne es für den Edersee nicht schlechter werden, glaubt Benkner. Denn alle Maßnahmen, mit denen Wasserabgaben ökonomischer gesteuert werden können, werde das WSA schon im Interesse stabilerer Wasserstände an der Oberweser durchführen. Dazu seien dort auch der nötige Sachverstand und Flexibilität vorhanden. 

„Umso wichtiger ist es nun, weiter für eine Neuausrichtung der Ziele auf der politischen Ebene zu kämpfen“,sagt der RVED-Sprecher. (r)

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