Feuerwehr Hemfurth-Edersee mit Rettungsübung im Kavernenkraftwerk

Training in der Riesenhöhle am Edersee

Die Feuerwehr Hemfurth-Edersee trainiert in der Kaverne im Peterskopf die Rettung eines Verunglückten.
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Besonderes Übungsszenario: die Feuerwehr Hemfurth-Edersee trainierte in der Kaverne im Peterskopf die Rettung eines Verunglückten.

Bald stehen wieder umfangreiche Wartungsarbeiten im Kavernenkraftwerk am Edersee an. Die Feuerwehr Hemfurth-Edersee übte darum den Rettungseinsatz nach einem Arbeitsunfall.

  • Die Feuerwehr Hemfurth-Edersee hat im Kavernenkraftwerk am Edersee des Unternehmens Uniper, in der großen künstlichen Felsenhöhle geübt
  • Die Feuerwehr Hemfurth-Edersee trainierte im Kavernenkraftwerk am Edersee das Vorgehen nach einem Arbeitsunfall
  • Anlass war die bald anstehende Revision, die umfangreiche Wartung einer der großen Maschinen im Kavernenkraftwerk am Edersee

Hemfurth-Edersee – „Unfall eines Schichtrundgängers im Pumpspeicherkraftwerk Waldeck 2 im Bereich des Turbinenoberwasserkugelschiebers der Maschine 6. Verunfallter kann aufgrund eines gebrochenen Beins nicht selbstständig gehen,“ So lautete die Meldung, die um 18.30 über die zentrale Leitstelle bei der Feuerwehr Hemfurth-Edersee einging. Szenario einer Übung in der großen künstlichen Felsenhöhle, der Kaverne des Peterskopfes-Berges am Edersee.

Sechs Minuten später erreichte die 13-köpfige Einsatzmannschaft der Feuerwehr die Pforte des Uniper-Kraftwerksgeländes und wurde dort über den Ort informiert, an dem der Notruf abgesetzt worden war. Mit dem Einsatzfahrzeug fuhr das Team durch den Stollen in das Kavernenkraftwerk und erreichte gegen den Verunglückten, der nach der Erstversorgung am Fundort mit einer Schleifkorbtrage in den Sanitätsraum gebracht wurde.

Rettungsübung mit Atemschutzgeräten und unter Corona-Regeln

Die Rolle des Unfallopfers übernahm ein Dummy und die Atemschutzgeräte der Einsatzmannschaft wären auch nicht nötig gewesen, weil es keine Rauchentwicklung oder sonstige Gründe für den Einsatz der Geräte gab. Die Übung sollte aber unter realistischen und herausfordernden Bedingungen laufen.

So galt während des gesamten Ablauf die Corona-Regeln beachtet. „Wir haben diese Übung in Vorbereitung auf die anstehende Revision der Maschine 6 durchgeführt, weil uns die Sicherheit unser Mitarbeiter und auch der Kollegen der eingesetzten Partnerfirmen sehr wichtig ist“, erläutert Jürgen Damm, Leiter der Kraftwerksgruppe Pumpspeicher der Uniper Kraftwerke.

Feuerwehr von Hemfurth-Edersee prägt sich Gegebenheiten im Kavernenkraftwerk ein

Mit dem Durchspielen eines solchen Szenarios könnten Schwachstellen in den Abläufen, mangelnde Ortskenntnis oder andere im Ernstfall gravierende Punkte erkannt und ausgeräumt werden. Der stellvertretende Wehrführer Christan Knüppel nahm mit dem Team die Gelegenheit gerne wahr: „Unsere Einsatzbereitschaft wird durch Übungen grundsätzlich verbessert. Hinzu kommt, dass wir uns im Ernstfall vor Ort besser auskennen und die technische Ausstattung vor Ort kennen lernen.“

So habe die Feuerwehrleute von Hemfurth-Edersee im Zuge dieser Übung die Ausstattung der Sanitätsraums, die Auslöse- und Notrufeinrichtungen im Zufahrtsstollen vor dem Kavernentor, die Schaumlöschanlage, Einspeisemöglichkeiten an Wandhydranten und viele andere Einrichtungen im Kavernenkraftwerk Edersee geprüft und den Umgang damit geschult. Feuerwehr und Uniper sind sich einig, dass es weitere Übungen geben soll, aber hoffentlich keine Einsätze im Ernstfall.  red

In der Stollenzufahrt: die Einsatzkräfte der Feuerwehr Hemfurth-Edersee

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