Ein Kultauto der 1990er

Mazda MX-3-Fans treffen sich am Affolderner See

+
Für das beste Tuning wurde Markus Risse aus Dortmund ausgezeichnet durch Oliver Ickert (links). Stolz präsentiert Risse mit seiner Frau Katharina und Sohn Alec das Kultauto im besonderen Gewand. Foto: Schüttler

Affoldern – Mehr als 60 Mazda MX-3 Fans aus ganz Deutschland und den Niederlanden haben sich in Affoldern getroffen.

Das Stelldichein, das sich zum dritten Mal auf dem Campingplatz Edertaler Hof abspielte, wurde von Oliver Ickert (Hannover), Markus Uhl (Dürrwangen), Tobias Rensing (Rheine), Joe Stocker (Fulda) und Markus Risse (Dortmund) organisiert.

Der Mazda MX-3 wurde von 1991 bis 1998 gebaut und war in dieser Zeit eines der Spitzenmodelle der Automarke. „Er war damals bereits ein Kultauto, aber auch sehr gut als Alltagsfahrzeug geeignet und ist heute eine fahrende Rarität. Es gibt nur noch ungefähr 1500 Fahrzeuge in Deutschland“, erklärt Markus Uhl.

Uhl ist stolzer Besitzer des letzten MX-3, der im Jahre 1998 vom Band lief. Besonders einzigartig und auffällig an seinem tiefer gelegten Wagen ist die Stickerbandfolierung.

Mike Zilm aus Köln fährt seit 1998 ebenfalls einen MX-3, Baujahr 1994. „Das Auto ist ständig etwas Besonderes“, sagt Zilm stolz über sein Fahrzeug, das einen Kilometerstand von 223 700 aufweist.

Mazda-Fans treffen sich einmal im Jahr in Affoldern

In zwei Jahren bekommen die ältesten MX-3 Modelle ihre H-Zulassung und zählen damit zu den Oldtimern. „Der Erhalt des MX-3 ist uns sehr wichtig“, erklärt Oliver Ickert. Zu diesem Zweck rief er vor einigen Jahren die „Mazda MX-3 Deutschland IG“ ins Leben, die sich einmal pro Jahr in Affoldern trifft. Ickert: „Wir haben die IG gegründet, um gegenseitig Informationen auszutauschen, Autos zu vermitteln und schnell Ersatzteile zu beschaffen.“ Inzwischen umfasst die IG fast 500 Mitglieder aus Deutschland, Österreich, Schweden, Ungarn und den Niederlanden, hat eine eigene Website, ist bei Instagram und Facebook aktiv und unterhält eine eigene Whats-App-Gruppe. „Natürlich sind bei uns auch jederzeit neue Mitglieder herzlich willkommen“, betont Oliver Ickert.

Spannend wurde es am Samstagabend, als die MX-3-Fans die Preisträger für das beste Original und das beste Tuning auswählten. Für das beste Original wurde Monika Schutz aus Coesfeld für ihr 1994 gebautes Fahrzeug ausgezeichnet, das 295 000 Kilometer auf dem Buckel hat. Die Urkunden für den zweiten und dritten Preis konnten Timo Brüggenkamp und David Mönninger entgegen nehmen.

Den Pokal für das beste Tuning erhielt Markus Risse aus Dortmund, gefolgt von Mike Zilm aus Köln und Markus Uhl. Für die weiteste Anreise wurde Levin Stapelfeld aus Weil am Rhein ausgezeichnet, der aus der äußersten Südwestecke Deutschlands 473 Kilometer zum Edersee zurücklegte. Insgesamt hatten alle Teilnehmer des Treffens einen Anreiseweg von 5400 Kilometern, erklärt Markus Uhl.

Mazda MX-3 hat den kleinsten V6-Motor

Der Mazda MX-3 ist ein viersitziges Sportcoupé mit Frontantrieb, selbsttragender Karosserie und einem Gepäckraum von 289 Litern. Er war in Deutschland mit zwei Motorisierungen lieferbar: erstens als 1,6 Liter Maschine mit 16 V-Vierzylinder Ottomotor hatte er bis 1995 88 PS und danach 107 PS. Zweitens mit V6-Motor (1,8 Liter Hubraum) hatte er von 1991 bis 1994 133 PS, anschließend 129 PS. Er stellt bis heute das Auto mit dem kleinsten serienmäßigen V6-Motor dar.

Die Mazda-Fans freuen sich schon auf ihr nächstes Treffen vom 19. bis 21. Juni 2020, wieder in Affoldern. -sj-

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare