Vortrag über Risiken im weltweiten Datennetz

Trojanerangriff beim Sommerfest der Interessengemeinschaft Edertaler Gewerbetreibender

Vorstandsspitze der Edertaler Gewerbetreibenden mit Referenten (v. links): Sascha Fuchs, stellvertretender IEG-Vorsitzender, Prof. Dr. Arno Wacker, Dr. Olga Kieselmann, Vorsitzender Klaus Büchsenschütz und Vize-Chef Heiko Schreiber. Fotos: Tina Fischer

Edertal. Das Sommerfest der Interessengemeinschaft Edertaler Gewerbetreibenden (IEG) lockte in diesem Jahr besonders viele Mitglieder in das Landhotel Ederaue nach Hemfurth.

Vorsitzender Klaus Büchsenschütz freute sich über den großen Zuspruch und begrüßte zahlreiche Ehrengäste. Er lobte die erfolgreiche Arbeit der heimischen Betriebe, die immer neuen Hürden und Herausforderungen im täglichen Arbeitsleben trotzen. Steigende Qualitätsvorgaben, neue Gesetze und die Suche nach Arbeitskräften sorgten laut Büchsenschütz für mehr Gewerbeabmeldungen statt Anmeldungen im Edertal.

Der IEG-Chef warb dafür, die Unternehmensnachfolge früh und bei Bedarf auch außerhalb der Familie zu suchen, um den Betrieb gesichert in die Zukunft zu führen. „Es liegt an uns, durch vernünftige Preispolitik den Markt zu gestalten, um die Arbeitsplätze in unseren Unternehmen durch gute, angemessene Gehälter und Löhne für Bewerber interessant zu machen.“

Büchsenschütz forderte die Gewerbetreibenden auf, zusammen zu rücken, um Mehrarbeit auch auf weniger Schultern erfolgreich bewältigen zu können. Dabei könne die fortschreitende Digitalisierung helfen. Der richtige Einsatz von Internet und Datenverkehr schaffe neue Möglichkeiten und biete Zeitersparnis im Arbeitsalltag. Um Gefahren und Risiken des Datentransfers drehte sich ein Festvortrag (nebenstehender Artikel).

Edertals Bürgermeister Klaus Gier freute sich in seinem Grußwort über die erfolgreiche Zusammenarbeit mit Betrieben aus der Region sowie die große Gewerbeschau.

Tricks der Hacker

Im Zeichen von Digitalisierung und Datentransfer stand eine Computer-Show von Prof. Dr. Arno Wacker und Dr. Olga Kieselmann. Unter dem Motto „You´re being watched – Tricks und Tools der Hacker“ führten die Referenten vor, wie schnell sich E-Mails manipulieren lassen oder Trojaner und Spähprogramme installiert werden. In Sekundenschnelle wurden Zugangsdaten und Passwörter geknackt und demonstriert, wie wichtig „Pentesting“ ist. Mit diesem Gesundheitscheck für den PC kann jeder Rechner mit Erlaubnis gehackt werden, um Sicherheitslücken und Schwachstellen zu finden. 

Wacker erklärte, dass die totale Sicherheit Utopie ist, aber schon kleine Änderungen im täglichen Einsatz sehr hilfreich sein können. „Festplatten verschlüsseln, Rechner immer sperren, eine Firewall einrichten und richtig gute Passwörter mit mindestens 10 Zeichen verwenden“ empfahl der Professor der Bundeswehr Universität München.

Mit Spanferkel und leckeren Beilagen begann der gesellige Teil des Abends, und Alleinunterhalter Franco Di Grazia heizte bis spät in die Nacht hinein die Stimmung an. Ganz im Sinne des Vereins wurden neue Kontakte geknüpft, Gespräche geführt und lebhaft diskutiert. Von Tina Fischer

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