Größtes Projekt bei Buhlen besichtigt

Vize-Landrat Frese: Kreisstraßenbau lief 2019 wie am Schnürchen

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Die Bauarbeiten liegen voll im Zeitplan. Darüber freuen sich an der K34 zwischen Buhlen und Affoldern (von links): Karl-Friedrich Frese, Adolf Scheuermann (Landkreis), Klaus Gier, Ulrich Fincke (Firma Rohde), Susanne Paulus (Leiterin des Kreisfachdienstes Bauen und Naturschutz), Tobias Herbst (Landkreis) und Klaus Watzl (Landkreis).

Fast alle vorgesehenen Projekte 2019 planmäßig zu Ende gebracht; die im Haushalt für Kreisstraßenbau reservierten rund 7 Millionen Euro ausgegeben:

Diese Bilanz zog Vize-Landrat Karl-Friedrich Frese am Donnerstag bei einer Besichtigung des größten Einzelvorhabens des Jahres: „Das ist die Erneuerung der Kreisstraße zwischen Buhlen und Affoldern am früheren Bahnhof Buhlen vorbei.“

Anschluss an Edersee-Bahnradweg

Die ersten knapp 500 Meter der 1,6 Kilometer langen Kurvenstrecke aus Richtung Buhlen wurden gestern fertig asphaltiert. Nach der Baustellenpause geht es Anfang März mit dem zweiten Bauabschnitt hinunter gen Affoldern weiter. Dann wird auch der neue Radweg rechts der Fahrbahn angelegt, der an den Feld- und Radweg zum Buhlener Hochbehälter und damit an den Edersee-Bahnradweg anschließt. Laut Planung soll die gesamte Strecke Ende Mai fertig sein.

2 Millionen Euro kostet die Erneuerung der Straße, bezahlt vom Landkreis. Die Gemeinde Edertal finanziert 150 000 Euro vom 225 000 Euro teuren, 720 Meter langen Radweg.

Straße einen halben Meter breiter

Die Fahrbahn wird einen halben Meter breiter und kommt damit auf ein Profil von 5,60 Metern, in Kurven noch etwas mehr. Die Kehre „Am Stickebach“ wird deutlich abgeflacht und ist so einfacher und sicherer für den Verkehr zu nehmen. Der Radweg wird 2,50 Meter breit.

Bürgermeister Klaus Gier erinnerte an den langen Vorlauf des Vorhabens, das seit 2012/13 geplant worden sei. Für und Wider des Radwegs wurden im Parlament diskutiert. Die Verhandlungen mit Grundstückseigentümern seien schwierig gewesen, „weil mancher das mit Zugeständnissen der Gemeinde bei ganz anderen Themen verband“, schilderte Gier. Er zeigte sich rundum zufrieden mit den zügig und reibungslos ablaufenden Bauarbeiten.

Funktionierende Umleitungen wichtig

„Mancher mag sich wundern über den Aufwand für eine kleine Kreisstraße, zu der es ja eine Alternative zwischen Lieschensruh und Affoldern gibt“, meinte Frese. Doch der große Andrang auf den Edersee im Sommer mache sie zu einer wertvollen Ausweichstrecke. Und die Erfahrungen mit den Sperrungen an der Edersee-Randstraße zeigten: das Straßennetz müsse im Fall des Falles funktionierende Umleitungen bereit halten.

Allerdings bedauert der Erste Kreisbeigeordnete die Zuschuss-Politik des Landes Hessen: Es gibt keine Unterstützung für reine Sanierungen, sondern nur für den grundlegenden Ausbau von Kreisstraßen auf größere, heute festgelegte Fahrbahnbreiten. Diese Vorschriften gingen unter anderem zurück auf die massiger und massiger ausfallenden Pkw-Modelle, allen voran SUVs, und auf den Boom bei Wohnmobilen. So trägt das Land zwischen Buhlen und Affoldern mehr als 1,3 Millionen Euro vom Aufwand.

2020 will der Kreis laut Frese 6,5 Millionen Euro in seine Straßen stecken. Darin nicht enthalten seien, wie üblich, die reinen Unterhaltungsarbeiten an vielen Strecken.

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