Nach dreieinhalb Jahren ist das große Projekt vollendet

Wellener Schützen bauen in 6200 Stunden ihr Haus aus und den Schießstand neu

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Klaus Büchsenschütz (links) und Jürgen Viehmeier (rechts) dankten Willi Bräutigam und dessen Ehefrau Brigitte, die ihren Mann in der Bauphase lange und wiederholt an den Schützenverein zur Arbeit "entlieh".

Wellen. Es war ein großer und Kräfte raubender Schritt, den der Schützenverein Wellen in Richtung Fortbestand und Belebung des örtlichen Vereinslebens gegangen ist.

Doch spätestens bei der Einweihungsfeier im modernisierten Schützenhaus zeigte sich, wie erfolgreich und zukunftsweisend die Arbeiten waren. Die mehr als 45 Jahre alten Anlagen und Räume wurden nicht nur überarbeitet, sondern komplett saniert und erweitert.

Großer Schützenhaus-Anbau mit Terrasse

Ein großer Anbau mit Terrasse bietet Platz für Geselligkeit und lässt das Vereinsleben auch außerhalb des Schießstandes aufblühen. Eine moderne Lüftungsanlage mit Wärmerückgewinnung schafft ein gutes Raumklima und die erneuerten Schießanlagen lassen keine Wünsche offen. Tablets der neuen Generation steuern und überwachen auf jeder Bahn den Schießbetrieb und gewährleisten auf der Kleinkaliber- und Luftgewehranlage beste Trainings und Wettkampfmöglichkeiten.

Lasergewehr für Jüngste im Schützenverein Wellen

Und weil man mit dem Training nicht früh genug anfangen kann, hat der Verein auch an die Jüngsten gedacht. Ein Schießstand mit einem von der Waldecker Bank gesponserten Lasergewehr erlaubt es unter Zwölfjährigen. im Verein aktiv zu werden.

„Die Jugendarbeit hat eine echte Belebung erfahren“ freut sich der Erste Vorsitzende Jürgen Viehmeier und ist froh, gemeinsam mit seinem Stellvertreter Klaus Büchsenschütz im Dezember 2014 das Projekt Umbau auf den Weg gebracht zu haben. Hitzige Diskussionen, finanzielle und planerische Hürden und Kräfte raubende Arbeitsstunden bei dem komplett in Eigenleistung erstellten Projekt lassen das Ergebnis noch beeindruckender ausfallen.

6200 Arbeitsstunden haben die Mitglieder in dreieinhalb Jahren geleistet, und sogar das verbaute Holz selbst im Wald geschlagen. Wegen der extremen Hanglage des Schützenhauses war die direkte Baustoffanlieferung nur bedingt möglich und so mancher Leimbinder musste per Muskelkraft an seinen neuen Bestimmungsort gehievt werden. Scheinbar endlose Stunden lang wurden Kabel und Fliesen verlegt, Wände gestrichen, Decken isoliert und die neuen Räume gemütlich eingerichtet.

Willi Bräutigam erhält Protektorabzeichen

Dabei hat Vereinsmitglied Willi Bräutigam mit mehr 2000 Arbeitsstunden fast ein Drittel des Gesamtprojekts gestemmt. Er erhielt dafür bei der Feierstunde einen Reisegutschein vom Verein und das selten verliehene Protektorabzeichen in Silber vom deutschen Schützenbund. Seine Ehefrau Brigitte (kleines Foto) musste ihn vielfach entbehren in dieser Zeit. Der Verein schenkte ihr zum Dank und zur Anerkennung einen großen Blumenstrauß.

Dank gab es auch für Büchsenschütz. Er sicherte die Finanzierung, indem er Zuschüsse und Förderungen beantragte, die das Großprojekt erst realisierbar machten. Mit 72.000 Euro beteiligen sich Gemeinde, Landessportbund, Landkreis und Land an den Baukosten vom 150.000 Euro. „Es ist jeden Euro wert“ freute sich Viehmeier. (tin)

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