Happy End an der Wese

Wie im Krimi: Turbulente Rückkehr der Störche im Edertal

Happy End im Edertaler Storchennest: Die erste Paarung direkt nach der Rückkehr des angestammten Weibchens. Foto: Hermann Sonderhüsken

Edertal-Giflitz. Besonders turbulent und zunächst unübersichtlich ging es in diesem Jahr bei den Edertaler Störchen zu. Aber es kam   doch zum Happy End.

Das Männchen, das im März 2016 den Altstorch vertrieben hatte, ist am 22. Februar aus dem spanischen Winterquartier im Storchennest neben der Wese-Mündung gelandet. Ein Weibchen folgte am 25. Februar, landete aber nicht direkt auf dem Nest, sondern umkreiste es zunächst. Später wurde aber eine Paarung beobachtet.

Bei der genauen Auswertung von Fotos wurde klar, dass dieser Storch keinen Beinring hatte. Es konnte also nicht das angestammte Weibchen sein.

Danach war etwa zwei Wochen von den Störchen nichts zu sehen. Während der strengen Frostperiode tauchten die Adebare vom frühen Morgen bis zum späten Abend gar nicht an dem Nest in Giflitz auf. Plötzlich eine erschütternde Entdeckung: Der Gordon Setter „Finn“ führte die Bergheimerin Gisela Schäfer zu verstreut liegenden schwarzen und weißen Federn und Knochenresten. Der Verdacht lag nahe, dass es sich um die Überreste eines Storchs handeln könnte.

Von der Partnerin im Storchennest fehlte jede Spur

Das erhärtete eine Beobachtung kurz darauf: Am 5. März wurde das Männchen allein auf dem Horst gesichtet, von der Partnerin fehlte jede Spur.

Wenig später änderte sich die Lage. Ein zweiter Storch tauchte an dem Nest auf. Er wurde zunächst abgewehrt, landete aber am 7. März im Storchennest – erneut war es ein Adebar ohne Ring. Aber seit vergangenem Freitag ist offenbar die Welt wieder in Ordnung für die Weißstörche im Edertal.

Es wurde ein Storch im Nest beobachtet, der nur selten und kurz aufgestanden ist. Meist war nur der Kopf zu sehen. Dann landete das Männchen mit einem Zweig im Schnabel, den beide Partner gemeinsam in das Nest eingebaut haben. Dabei konnte dann der Beinring entdeckt und abgelesen werden, es war das angestammte Weibchen. Bald folgte dann auch die erste Paarung. (sdh)

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