Nationalparkeinrichtung wieder für Besucher offen

Wildpark Edersee: Sturm fegt 50 Bäume um und beschädigt Gehege

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Mit einem blauen Auge davon gekommen: Windwurf beschädigte den Zaun des Wolfsgeheges und blockierte Wege im Wildpark Edersee. Insgesamt fielen die Schäden aber weitaus geringer aus als bei dem Sturm Friederike vor einem Jahr.

Hemfurth/Edersee – Die Sturmschäden im Wildtierpark Edersee fielen weitaus glimpflicher aus als bei dem Windwurf vor einem Jahr.

„Etwa 50 Douglasien sind umgefallen“, schätzt Tobias Rönitz, Sachgebietsleiter Wildtierpark im Nationalparkamt. Beschädigt wurden die Zäune von Wolfs- und Steinbockgehege. Wegen der Aufräumarbeiten blieb die Nationalparkeinrichtung am Montag geschlossen.

Eine Baumspitze fiel in das Gehege einer Timberwölfin. Ausgebüxt ist das scheue Tier aber nicht. Zusätzlich zu dem festen Drahtzaun an den einzelnen Gehegen ist der gesamte Wildtierpark noch mit einem weiteren Zaun gesichert. Aktuell in Bau ist das neue Gehege für die Europäischen Wölfe. In einen Teil der Umzäunung hat ein umgestürzter Baum ein Loch gerissen.

Fünf Mitarbeiter waren am Montag im Einsatz, um die wichtigsten Instandsetzungsarbeiten im Wildtierpark zu erledigen. Sie flickten Zäune und räumten Windwurfholz von den Wegen. Gestern öffnete der Park wieder wie gewohnt für Besucher. Nur ein Hirsch wurde noch nicht eingefangen. Er bewegte sich noch frei auf dem Parkgelände.

Der Wildpark ist bei dem aktuellen Sturm mit einem blauen Auge davon gekommen. „Letztes Jahr sind immerhin über 700 Festmeter Holz beim Windwurf gefallen,“ erinnert Rönitz.

Wisentbulle aus Donaumoos kommt zur Herde an den Edersee

Im Wildtierpark Edersee kündigt sich Nachwuchs an. Bei Ziegen und Wildschweinen hat sich in der Nationalparkeinrichtung in Hemfurth/Edersee bereits Kindersegen eingestellt. Weitere Tierbabys werden in den nächsten Wochen erwartet. 

Aber auch erwachsene Tiere ziehen in den Wildpark ein. Aus dem Wisentprojekt Donaumoos wird ein ein ausgewachsener Wisentbulle erwartet. Er übernimmt die Herde seines Vorgängers am Edersee, der im Tausch an die Donau wechselt. Der Wisent ist das größte frei lebende Landsäugetier Europas mit einer Schulterhöhe von bis zu zwei Metern. Bullen erreichen ein Gewicht von 700 bis 1000 Kilogramm.

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