Polizei ermittelt wegen Brandstiftung im Wald bei Goddelsheim

Harvester in Flammen aufgegangen

Lichtenfels-Goddelsheim. Eine Vollerntemaschine für Holz ist in der Nacht auf Dienstag in einem Waldstück zwischen Goddelsheim und Rhadern in Flammen aufgegangen. Die Korbacher Polizei ermittelt wegen vorsätzlicher Brandstiftung. Sachschaden: mehr als 200.000 Euro.

Der etwa sieben Jahre alte Harvester war in einem Waldstück nahe der Landesstraße und dem alten Forsthauses eingesetzt. Die Maschine fällt Bäume, entastet die Stämme und legt sie für den Abtransport an Wegen ab. Eigentümer ist ein Lohnunternehmer aus dem Thüringer Eichsfeld, der seit September für Hessen-Forst in der Gegend arbeitet. In den nächsten Tagen wollte er die Durchforstung des Waldstücks beenden.

Bereits am Freitag hatte er das Fahrzeug am Rande eines Waldweges abgestellt, deshalb schließt die Polizei weitgehend aus, dass eine technische Ursache für den Brand in Frage kommt. Sicher ist hingegen, dass Unbekannte mit einem Bolzenschneider die gesicherte Tankklappe und den ebenfalls besonders verschlossenen Tankstutzen aufgeschnitten und die etwa 600 Liter Diesel aus dem Tank abgezapft haben. Ob der Diesel gestohlen wurde oder genutzt wurde, um den Harvester in Brand zu stecken, steht derzeit noch nicht fest.

Als der Eigentümer am Dienstag früh zu Holzrückearbeiten in das Waldstück zurückkam, entdeckte er das schon weitgehend ausgebrannte Fahrzeug, die Reifen glimmten noch. Deshalb kommt als Tatzeitpunkt nur die vorige Nacht in Frage. Die kurz vor 8 Uhr alarmierten Feuerwehren aus Goddelsheim und Rhadern löschten das Fahrzeug mit Schaum ab. Zu retten war aber nichts mehr. Ein neuer Harvester dieses Typs kostet mehr als eine halbe Million Euro.

Die Polizei in Korbach bittet Zeugen um Hinweise unter Telefon 05621/971-0. (-sg-)

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