Feierstunde in der Korbacher Stadthalle

Louis-Peter-Schule: Abschlusszeugnisse für 121 Schüler

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Bestanden: Die Schülerinnen und Schüler von insgesamt sieben Klassen haben ihre Abschlussprüfungen an der Louis-Peter-Schule Korbach bestanden und sind am Montag feierlich verabschiedet worden.

Korbach. Die Schule ist aus: 121 Schülerinnen und Schüler der Louis-Peter-Schule (LPS) nahmen in einer Feierstunde am Montagmorgen in der Korbacher Stadthalle ihre Abschlusszeugnisse entgegen. Vier Klassen des Realschulzweigs und drei Hauptschulklassen wurden verabschiedet.

Nach der Begrüßung durch Konrektor Michael Steinberg dankte Schulsprecherein Raphaela Geisler in ihrer Rede der Schulleitung und den Helfern der Schülervertretung und betonte: „Wir können alle weiter kommen, wenn wir uns genügend anstrengen“. 

Dekanin Eva Brinke-Kriebel überbrachte die Glückwünsche der evangelischen und katholischen Kirchen. „Ihr habt neun oder zehn Jahre auf dieses Ziel hingearbeitet und es erreicht. Das ist nur der erste Gipfel auf dem Weg durch das Gebirge Eures Lebens, in dem es auch Tiefen geben wird. Wichtig ist: Aufgeben darf man nicht. Ihr seid jetzt gut ausgestattet, auch schwierige Wege zu gehen“, betonte sie.

Redliche Diskussion

Bürgermeister Klaus Friedrich und Vize-Landrat Karl-Friedrich Frese überbrachten die Grüße von Stadt und Landkreis. „Nach der Schule ist mitten im Leben. Das will gelebt werden, Ihr tragt jetzt Eigenverantwortung“, sagte Frese.

Ausgezeichnet: Geehrt wurden bei der Abschlussfeier die Klassenbesten sowie Schülerinnen und Schüler, die besondere Leistungen erbracht haben.

Einen kritischen Blick auf die Landesschulpolitik warf Schulleiter Michael Gering. Politiker würden von „fantastischen Rahmenbedingungen“ an Schulen sprechen, es gebe keinen Unterrichtsausfall. Gleichzeitig lade der Hessische Landtag zum Wettbewerb ein, um das Demokratieverständnis von Schülern zu fördern. Starte dann aber der Hessische Schülerrat eine Umfrage an hessischen Schulen und mache öffentlich, wie viel Unterricht tatsächlich ausfalle, werde auf die Mühen der Schüler „höflich ausgedrückt, sehr respektlos reagiert“, ehrenrührige Behauptungen würden erstellt. 

Von 831 benötigten Lehrerstunden hätte die LPS 737 erhalten, von 20 Förderstunden für Inklusion und Sprachintegration nicht eine einzige. „Ihr hatte gute Bedingungen, besser als vor zehn Jahren. Aber sie sind nicht fantastisch. Da muss man sich fragen, ob die Wertevermittlung nicht aufrichtiger sein sollte“, sagte Gering: „Das Recht auf eine redliche Diskussion muss gelebt werden. Wie sollen die Schüler das sonst lernen?“, schloss er und dankte Eltern, Kollegium und Schülern für ihren Einsatz.

Lob für Klassenbeste

Als Klassenbeste wurden geehrt: Raphaela Geisler (10a), Jaqueline Stein (10b), Josef Diester (10c), Tabea Milena Blöcher (10d), Mirella Reger und Viktor Jan Heck (9a) sowie Willi Just und Mistefa Yagmur (9b). Als beste Französisch-Schülerin erhielt Jaqueline Steine eine Auszeichnung. Für seine „besonders herausragende Arbeit im Fach Geschichte“ wurde Jan Stollenberg vom Waldeckischen Geschichtsverein, Korbach, geehrt.

Ein Geschenk für ihr besonderes Engagement im Kreisschülerrat nahmen Batuhan Durukan und Nico Braun entgegen. Erstmals wurden auch Schüler für besondere soziale Leistungen ausgezeichnet. Der Lions Club Korbach überreichte Präsente an Raphaela Geisler, Caro Walter, Carol Nieländer, Niko Hartwig, Mattis Niem, Evelyn Bitter und Jan Schierenbeck.

Abschlussfeier Louis-Peter-Schule Korbach - Fotostrecke

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