Korbacher Soroptimistinnen überreichen Spende

4000 Euro für Programm „Treffpunktkids“

Froh über gestemmtes „Mammutprojekt“: Die Mitarbeiter des Treffpunkts nahmen von Vertreterinnen der Korbacher Soroptimistinnen eine Spende über 4000 Euro entgegen.Foto: Wilhelm Figge

Korbach - Das Jahresprojekt des Soroptimistinnen-Clubs Korbach war dieses Mal schnell gefunden: Schriftführerin Ute Hengstwerth schlug „Treffpunktkids“ vor, ein Programm, an dem sie selbst mitarbeitet.

Ihre Clubschwestern überzeugten sich selbst von dem Angebot und erklärten es einstimmig zum Spendenziel des Jahres.

„Treffpunktkids“ dreht sich um die Betreuung von Kindern psychisch erkrankter Menschen: „Unser Ziel ist es, einen Ort zu schaffen, an welchem wenigstens einmal die Woche Gelassenheit erlebt werden kann“, erklärt Axel Emde, Vorstandsmitglied des Fördervereins des Treffpunkts. Auch sollen Fragen zur Erkrankung der Eltern kompetent beantwortet und Notfallverhalten kindgerecht vermittelt werden.

Zweimal wöchentlich findet das zweistündige Angebot statt. „Die größte Hürde ist, die Eltern zu überzeugen“, erklärt Silvia Ader, Teamleiterin des psychosozialen Zentrums. Auch die Finanzierung hat ihre Probleme: „Es müssen erst Kosten aus einer Krankheit entstehen, bevor es eine Förderung gibt“, beklagt Axel Emde. Dass ein Programm mit Präventivwirkung keine Unterstützung bekomme, sei grotesk. Da die Mittel des Treffpunkts an sich zweckgebunden sind, ist „Treffpunktkids“ komplett auf Spenden angewiesen.

Dass die Soroptimistinnen gestern mit 4000 Euro die bisher größte Einzelspende übergaben, kommt gerade recht: Nach der Sommerpause soll eine neue Einzelgruppe geschaffen werden. 1500 Euro stammen aus dem Hilfsfonds der Soroptimistinnen Deutschlands, den Rest haben die Clubschwestern selbst gesammelt.

Die größten Teile der Spende stammen aus bewährten Veranstaltungen: den Kulturhäppchen im Februar und dem Bücher- und Tüchertisch beim Altstadt- und Kulturfest. „Die Menschen, die das Spendenziel kannten, haben großzügig aufgerundet“, freut sich Clubpräsidentin Monika Niederquell. Auch die Erlöse aus dem von den Soroptimistinnen begleiteten Museumskonzert beim Korbacher Night-Groove flossen mit ein - zusammen ein richtiges Mammutprojekt für die 22 Clubmitglieder, sagt Schatzmeisterin Corina Spatke. Monika Niederquell bietet zudem an, Ende des Jahres einen Ausflug für die Kids zu finanzieren. Auch Weihnachtspäckchen sind im Gespräch.(wf)

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