Coverband begeistert über zwei Stunden lang in der Korbacher Stadthalle

500 Besucher singen und tanzen bei "Queen-Mania"

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„Queen-Mania“ in der Stadthalle Korbach: Die Musiker boten eine perfekte Show und trugen Kostüme wie zu Originalzeiten der Kultband.

Korbach – „Queen Mania“ am Samstagabend in der Stadthalle riss alle von den Stühlen. Eine perfekte Show mit Kostümen wie zu Originalzeiten der Kultband und einen Sänger mit ähnlicher Stimme und Präsenz wie Freddie Mercury brachten die Musiker über zwei Stunden auf die Bühne.

Queen mit Freddie Mercury war eine der bedeutendsten Bands der 1970er- und 1980er-Jahre. Entsprechend waren die Fans aus dieser Zeit in Massen in die Stadthalle gereist, das Haus war mit knapp 500 Besuchern voll besetzt. Im Vordergrund stand klar der Frontmann und Leadsänger Sonny Ensabella in der Rolle von Freddie Mercury. Der Italiener konnte nicht nur mit seiner optischen Ähnlichkeit zu dem Weltstar überzeugen, sondern auch mit der perfekten Kopie von dessen Mimik, Pathos und großen Gesten.

So schwang er den Mikrofonstab und funktionierte ihn zur Gitarre um wie das Original. Die für Mercury typischen Tanzbewegungen waren Teil der Show, und auch stimmlich konnte Ensabella mit Mercury mithalten. Seine Kleidung war entsprechend der Originalauftritte identisch. Begleitet wurde er von Angelo Perini am Bass, Tiziano Giampieri an der E-Gitarre und Simone Fortuna am Schlagzeug.

24 der bekanntesten Songs waren im Angebot, bereits beim vierten, „I want it all“, war das Publikum auf Betriebstemperatur, um dann bei „Under pressure“ schon mal kurzeitig abzuheben. Das Publikum sparte nicht mit Zwischenapplaus für besonders gelungene Gesangspassagen. „Somebody to love“ ging scheinbar unendlich weiter, man hatte mehrmals den Eindruck, der Song sei durch, aber immer lebte er wieder auf. Die Show wurde aufgelockert durch Videos im Hintergrund mit Bildern von Originalauftritten von Queen.

Waren bestens gelaunt: Die 500 Besucher von „Queen Mania“ klatschten am Samstagabend in der Korbacher Stadthalle ausgelassen mit.

„Who wants to live forever“ wurde vom „Original-Mercury“ per Video angesagt und von Ensabella mit Sopranistin Sarah Behrendt interpretiert. Die meisten der Queen-Fans im Publikum erwiesen sich als textsicher. Ganz ruhig Töne gab es bei „Love of my life“ zur Akustik-Gitarre, der Leadsänger wurde stimmlich immer souveräner.

Nach der Pause ging es mit den populärsten Stücken weiter. „A kind of magic“ verführte bereits zu ersten Mittanzversuche im Publikum. Gitarren- und Schlagzeugsoli mischten sich zwischenzeitlich in die Gesangsvorträge. Das Outfit des Leadsängers überraschte immer wieder neu: Mit Perücke und in Frauenkleidung, mit wallendem Umhang, Schirmmütze oder in lässiger Mercuryhose mit typischen Seitenstreifen.

Bei „Bohemien Rhapsody“ sangen Mercury im Video und Ensabella auf der Bühne synchron. „Barcelona“, der Song zu den Olympischen Spielen 1982, im Original mit Freddie Mercury und Montserrat Caballé, wurde zusammen mit Sarah Berendt in Anzug und Abendkleid präsentiert, ein sehr emotionaler und überzeugender Auftritt. Bei „Crazy little thing called love“ als Rock´n Roll hielt es niemanden mehr auf den Sitzen. Anschließend gab es Bananen von der Bühne, und dann schien alles aus und vorbei, die Band verließ die Szene. Aber die Zugabe stand bereits auf den Programmen.

Mit „The show must go on“ wurde das Thema des Abends noch einmal aufgenommen, und mit „We will rock you“ das Finale eingeleitet, um bei „We are the champions“ im absoluten Feuerwerk der Musik und Gefühle zu enden. Mit „The miracle“ klang der Abend fast besinnlich aus.

VON HANS PETER OSTERHOLD

"Queen-Mania" in Korbach: 500 Besucher genossen Konzert in der Stadthalle

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