Willingen

5000 Besucher bei Alphornmesse

- Willingen (bk). Gipfelglück auf dem Ettelsberg: 5000 Besucher genossen am Sonntag einen stimmungsvollen Gottesdienst, Musik und leuchtende Spätsommerfarben in der blühenden Heide.

Am Samstagnachmittag Hagel auf dem Ettelsberg. Am Sonntag dann, noch vor Sonnenaufgang, als das Technik-Team beginnt, Leitungen zu verlegen und Mikrofone aufzubauen, kühle fünf Grad. Ob sich bei diesen Temperaturen überhaupt Leute auf den Weg zur Alphornmesse machen? Drei Stunden später. Mit der Sonne kommen die ersten Gäste. Eine holländische Kapelle begrüßt sie unten an der Seilbahn-Talstation. Über ein goldgelbes Stoppelfeld, grüne Wiesen und die purpurfarben leuchtende Heide schweben sie hinauf. In Siggis Hütte wärmen sie sich auf – die einen mit einem Kaffee, während andere einen Hüttengeist vorziehen. Allmählich füllt sich das Bergplateau. Manche Wanderer haben schon fünf, sechs Kilometer hinter sich, andere nehmen den schnellen Weg mit Auto und Kabinenbahn. Siggi von der Heide ist überall und nirgends, begrüßt die Mitwirkenden und die Gäste, darunter den Schirmherrn der Veranstaltung, Fürst Wittekind zu Waldeck und Pyrmont. Der Hüttenwirt ist ganz in seinem Element. Aber das ist er ja eigentlich immer. Gemeinsam mit Dechant Gisbert Wisse aus Korbach, dem Willinger Pfarrer Christian Röhling und vielen Mitwirkenden stellt er eine beeindruckende Veranstaltung auf die Beine, bei der man Freunde trifft, die man sonst vielleicht das ganze Jahr nicht sieht. Als die beiden Geistlichen vom Gipfelglück sprechen, schweift der Blick übers Land, auf der einen Seite bis in die Kasseler Berge, auf der anderen weit hinein nach Westfalen. Der Spätsommer präsentiert sich von seiner schönsten Seite: Mit intensiven Farben, den letzten Blaubeeren, Ebereschen, die sich unter der Last ihrer Früchte biegen – wirklich ein Gipfelglückstag!

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