Finale des Korbacher Freischießens mit Tag der Formationen

Abkühlung beim "Portmonächenwaschen"

Korbach - Zum Abschluss des Freischießens genossen die Korbacher Schützen ihren geselligen Tag der Formationen.

Nicht nur der heiße Sommertag brachte am Montag so manchen Korbacher ins Schwitzen. Denn zum Abschluss des Freischießens bringt die Burschenkompanie viele Geschäftsleute kurzerhand vor Gericht. „Du bis angeklagt, am heiligen Freischießenmontag gearbeitet zu haben“, heißt es unter dem Galgen vorm Enser-Tor. Nun, Angst um ihr Leben müssen die Angeklagten nicht haben – aber es braucht eine gewisse Durststrecke, um sich aus dem Gericht der Burschen wieder zu befreien. Die Männerkompanie empfing derweil viele Geschäftsleute und Freunde der Schützengilde zum Ständchenspielen im Festzelt. Dem kurzen Wunschkonzert durch die unentwegten Epper Aartalmusikanten folgte in guter Tradition eine Spende an die Schützen. Im steinernen Gildehaus luden unterdessen die Pioniere zur geselligen Gartenpartie, während im Schießhagen die Kanoniere der Geschützgruppe Sankt Barbara mit Salutschüssen ihre Gäste und sich selbst zum Finale des Freischießens feierten. Dem heißen Sommertag gestern war eine herzhafte Abkühlung für die Burschen vorangegangen. Weit nach Mitternacht zog eine illustre Runde vom Festzelt im Schießhagen durch die Violinenstraße hinauf ans Rathaus zum „Portmonächenwaschen“. Vorneweg spielten die Aartalmusikanten, dahinter folgten Schützenbrüder und -schwestern, die sich im guten Brauch mit Tischdecken und Dekoration zum nächtlichen Festzug formiert hatten. Dann ließen Korbachs „Superburschen“ vorm Rathaus kurzerhand schwarze Spezialunterwäsche blitzen und sprangen mutig in den Kump.Zum Nachmachen ist dies nicht empfohlen, denn seit Montag ist der Kump wieder regulär durch Gitter gesichert. Auf ein Neues heißt es im nächsten Freischießenjahr 2016. (jk)

Eine Bildergalerie gibt es hier:

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare