Feuerwehr Diemelsee präsentiert neuen Einsatzleitwagen mit moderner Ausstattung

Ablösung nach 21 Jahren Dienst

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Schlüsselübergabe für den Einsatzleitwagen der Feuerwehr Diemelsee (v.l.): Gemeindebrandinspektor Uwe Becker, sein zweiter Stellvertreter Karl-Wilhelm Römer, Bürgermeister Volker Becker, Harald Disse von der ausführenden Firma, Adorfs Wehrführer Markus Em

Diemelsee-Adorf - 21 Jahre lang hat der Einsatzleitwagen der Feuerwehr Diemelsee treue Dienste geleistet. Zuletzt nagte der Rost an ihm und der TÜV fehlte. Ein Leihwagen half aus, jetzt ist der neue „ELW 1“ da.

Feuerwehrmänner und -frauen aus ganz Diemelsee waren nach Adorf gekommen, um den neuen Einsatzleitwagen „ELW 1“ zu sehen. „Das ist ein großer Tag für die Einwohner in der Gemeinde“, befand Adorfs Wehrführer Markus Emde. Stationiert ist der Gebrauchtwagen mit dem Fahrgestell eines Ford Transit in Adorf, doch von Bedeutung ist er für die gesamte Region.

Brennt es in der Gemeinde - egal wo -, koordiniert die Einsatzleitung vom Wagen aus die Abläufe. Moderne Technik „soll die Einsätze erleichtern“, erklärt Emde. So gibt es neben acht Sitzplätzen für Besprechungen zum Beispiel auch digitalen und analogen Funk sowie digitale Hydrantenpläne aller Diemelseer Ortsteile.

30000 Euro Kosten

Die Kosten belaufen sich insgesamt auf rund 30000 Euro für die Gemeinde. Dabei haben sich Gemeindevertretung und Feuerwehr bewusst für den drei Jahre alten und 70000 Kilometer gelaufenen Gebrauchtwagen entschieden. Für ein Neufahrzeug wären trotz Zuschüssen des Landes Hessen die Kosten für die Gemeinde höher ausgefallen. „Der kann jetzt auch erst mal 20 Jahre seinen Dienst tun“, sagte der zweite stellvertretende Gemeindebrandinspektor Karl-Wilhelm Römer. Ihm und dem ersten Stellvertreter Torsten Behle galt der besondere Dank der Gastredner und Feuerwehrmänner. Die Stellvertreter von Uwe Becker hatten sich zum größten Teil um die Beschaffung des Fahrzeugs bemüht und gemeinsam mit der ausführenden Firma Merkel aus Thüringen die Innenausstattung besprochen. „Ihr habt viel Zeit investiert und es hat sich gelohnt“, dankte Markus Emde den beiden.

Bürgermeister Uwe Becker fand ebenso wie Emde, dass vor allem dank der modernen Ausstattung ein Schritt in die Zukunft gemacht worden sei: „Wir stellen uns unseren Aufgaben auch in Zeiten knapper Kassen.“ Er warf einen Blick zurück auf das alte Fahrzeug, mit dem „der Brandschutz nicht mehr sichergestellt und die Fahrsicherheit nicht mehr gewährleistet werden konnte“. Ein undichter Motor und Durchrostungen machten die Neuanschaffung notwendig.

Die Verantwortlichen der Feuerwehr bedankten sich daher auch für das schnelle Handeln der Politiker. Von den ersten Überlegungen bis zur Übergabe vergingen rund neun Monate. Ab Herbst musste ein Leihfahrzeug aushelfen, weil der TÜV abgelaufen war.

Ansporn für Brandschützer

Gemeindebrandinspektor Uwe Becker hofft dennoch, irgendwann ein komplett neues Gefährt präsentieren zu können, seit dem Tanklöschfahrzeug 1984 seien immer Gebrauchtwagen gekauft worden. Und Manfred Hankel, Vorsitzender des Kreisfeuerwehrverbandes, wünschte sich zum Abschluss, dass der neue Einsatzleitwagen für alle Mitglieder der Feuerwehr ein Ansporn ist. Der könnte noch größer werden, wenn das Fahrzeug im Herbst in das neue Feuerwehrhaus einzieht.

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