Ein Stück Geschichte muss weichen

Abriss der Korbacher Bullenhalle ist auf dem Höhepunkt

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Der Bagger leistet ganze Arbeit: Die Bullenhalle, in der früher Viehauktionen und Flohmärkte stattfanden, wird abgerissen.

Korbach. Dicke Steinbrocken liegen auf der Erde. Der Abrissbagger wirbelt ordentlich Staub auf und gräbt sich mit der Schaufel immer wieder in die Wände der Korbacher Bullenhalle.

Ein Schaulustiger steht am Bauzaun und guckt sich das Spektakel an. „Das ist schon beeindruckend“, sagt er. „Ich wohne nicht weit weg und kenne die Bullenhalle gut. Dass sie nun abgerissen wird, ist schon etwas komisch.“ 

In diesen Tagen haben die Abrissarbeiten an der Halle Waldeck – genannt „Bullenhalle“ – so richtig begonnen. Damit verschwindet auch ein Stück Geschichte aus der Kreisstadt. In der Bullenhalle fanden früher Viehauktionen und Flohmärkte statt. „Ende nächster Woche soll das Gebäude komplett weg sein. Eine Woche wird dann in etwa noch benötigt, um die Fundamente aus dem Boden zu holen“, sagte Ralf Buchloh, Büroleiter der Stadt Korbach auf Anfrage unserer Zeitung. Anschließend werden Teile des abgetragenen Materials – vor allem die unbehandelten Steinbrocken – geschreddert und auch wieder zum Verfüllen und für die Verdichtung eines neuen, großen Areals verwendet. 

Bis Ende Juni sollen die Arbeiten abgeschlossen sein. „Die Fläche, die dort im Anschluss entstehen wird, soll auf jeden Fall für den Hessentag 2018 genutzt werden“, erinnerte Ralf Buchloh noch einmal. Zu welchem Zweck könne man jedoch erst sagen, nachdem in der Stadtverordnetenversammlung ein entsprechender Beschluss dazu gefasst wurde.

Dicke Steinbrocken: Beim Abriss der Bullenhalle kommt jede Menge Material zum Vorschein.

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