Welleringhäuser Dorfgemeinschaft heißt syrische Flüchtlinge willkommen

Abschalten von Alltagsstress

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Lieder zur Weihnachtszeit: Pfarrerin Gisela Grundmann und die Kinder des Dorfes in Aktion bei der Welleringhäuser Weihnachtsfeier. Fotos: Ulrike Schiefner

Willingen-Welleringhausen - Von Syrien nach Welleringhausen: Die Dorfgemeinschaft hieß bei der Weihnachtsfeier Jamal, Parween und Nesrin willkommen.

Der Maschinenbauingenieur und seine erwachsenen Töchter sind vor dem Krieg geflohen. Über eine Zwischenstation in Gießen landeten sie vor knapp drei Wochen im kleinsten Upländer Ortsteil. „Es fällt der Familie natürlich schwer, hier Fuß zu fassen. Vieles ist fremd und der Zugang zu den einfachen, aber notwendigen Dingen des Lebens ist von Welleringhausen aus nochmals ein Stück weiter“, so Ortsvorsteher Karl Briehl. Er wünschte der Familie, dass sie ihr Lebensglück bald wiederfindet. Die Weihnachtsfeier, zu der der Ortsbeirat und die evangelischen Kirchengemeinde einluden, bot Gelegenheit zu ersten Kontakten.

Der Ortsvorsteher ließ bei der Veranstaltung die wichtigsten Ereignisse, die die Welleringhäuser in diesem Jahr bewegt haben, Revue passieren. Er wies darauf hin, dass die Außenanlagen des Feuerwehrgerätehauses fertiggestellt wurden. Viele fleißige Helfer haben bei den Pflasterarbeiten mit angepackt. „Auf das Ergebnis können wir sehr stolz sein.“ Das Gebäude soll im Frühjahr 2015 eingeweiht werden. Bürgermeister Thomas Trachte erklärte, dass das Feuerwehrhaus zwar etwas teurer geworden ist als ursprünglich geplant. „Es hat aber alles seine Berechtigung und das Gebäude ist eine Bereicherung für den Ort.“ Auch das Geopark-Projekt - Welleringhäuser Vulkan- und Geschichtspfad - nimmt inzwischen konkrete Formen an. Die Einweihung der beiden Wege ist ebenfalls 2015 geplant.

An dem Nachmittag schalteten die Welleringhäuser einmal vom Alltagsstress ab. Er wurde gestaltet von Pfarrerin Gisela Grundmann, die den Besuchern die Symbolik des Christbaumschmucks erläuterte; vom Posaunenchor Usseln unter Leitung von Gerhard Biederbick; von Jungbläserin Megan, der elfjährigen Tochter des Ortsvorstehers, die ihren ersten öffentlichen Auftritt hatte; und von den Kindern des Dorfes, die einige Lieder anstimmten und sich ebenso wie die Senioren über ein Geschenk vom Nikolaus freuten.

Von Ulrike Schiefner

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