Diemelsee: Svenja Emde siegt bei Bundeskaninchenschau

Adorferin züchtet die schönsten Russen

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- Diemelsee-Adorf (nv). Kaninchen zu züchten, ist für eine junge Frau kein alltägliches Hobby. Ihre Tierliebe und die Unterstützung des Großvaters haben die Adorferin Svenja Emde aber nicht nur zur Züchterin gemacht, sondern sogar zur Bundesjugendmeisterin 2011.

Als die Bundeskaninchenschau am 10. und 11. Dezember in den Erfurter Messehallen ihre Pforten öffnet, präsentieren mehr als 5200 Züchter aus ganz Deutschland insgesamt 25 408 Tiere. Da die Ausstellungszahl pro Rasse begrenzt ist, reist Svenja Emde mit den vier schönsten ihrer schwarz-weißen Russen nach Thüringen. „Ich habe besonders darauf geachtet, dass das Fell gepflegt aussieht und die Krallen geschnitten sind“, erklärt die Jungzüchterin.

„Russen schwarz-weiß“, wie die exakte Rassebezeichnung lautet, gelten aus Sicht erfahrener Kaninchenzüchter als besonders schwer zu züchten. Während der Rumpf des Tieres weiß sein muss, dürfen die schwarzen Ohren und Läufe nicht mit weißen Haaren durchsetzt sein. Ist dies doch der Fall, müssen die Härchen vor einer Ausstellung sorgfältig gezupft werden. Mit ihrem Großvater Wilfried Tepel steht der 17-Jährigen ein erfahrener Züchter zur Seite. Der Adorfer, der die Leidenschaft für Kaninchen von seinem Vater geerbt hat und zu den Mitbegründern des Adorfer Kaninchenzuchtvereins K 71 gehört, züchtet seit mehr als 30 Jahren die schwarz-weißen Tiere. Bei der Schau in Erfurt fehlten dem Diemelseer nur zwei Punkte zum Bundessieg.

Als Svenja vor fünf Jahren mit ihrer Mutter bei Tepels einzog, hatte sie ihr Kaninchen „Wuschel“ bereits im Gepäck. „Für die Kaninchen habe ich mich daher gleich interessiert“, erinnert sich die junge Frau. Jeden Tag sei sie draußen bei ihnen gewesen. Zurzeit haben sie und ihr Großvater zusammen 85 Tiere im Stall. Dass sich ihr Einsatz lohnt, zeigen Preise, die Svenja auf Kreis- und Landesebene mit ihren Russen gewonnen hat.

Mehr lesen Sie in der WLZ vom Donnerstag, 22. Dezember

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