DLRG, Feuerwehren, Taucher, Sanitäter und Wasserschutzpolizei üben Hand in Hand

Alarm am Diemelsee: Großübung für die Rettungskräfte / Bildergalerie

Diemelsee - DLRG, Feuerwehr Diemelsee und Rettungskräfte zeigten sich bei einer Großübung am Diemelsee gut gewappnet für den Ernstfall. Urlaubsgäste und Ausflügler staunten am Samstag rund um das Strandbad in Heringhausen nicht schlecht über das Aufgebot an Rettungskräften und Maschinen.

Zur Mittagszeit steht am Samstag plötzlich eine Rauchwolke über der motorisierten Plattform des Wasser- und Schiffahrtsamts, ein Besatzungsmitglied ist über Bord gegangen. Über der Promenade in Heringhausen ist der Einsatzleitwagen 2 des Landkreises in Stellung, wo gegen 13.10 Uhr die Drähte glühen.

Taucher, Rettungswagen, Notarzt erhalten Alarm, Boote der DLRG-Station stechen in See. Rund fünf Minuten später rücken die ersten Brandschützer der Adorfer Feuerwehr mit Blaulicht an. Am Ufer bringen die Einsatzkräfte einen Anhänger mit Motorboot in Stellung, wuchten Löschmittel hinein, während weitere Feuerwehrleute in rund 40 Metern Entfernung bereits auf dem blau-weißen Ponton in Transportbereitschaft sitzen. Mit vier Mann Besatzung eilt das Motorboot zum Löscheinsatz auf der schwimmenden Plattform. Alle Einsatzkräfte arbeiten Hand in Hand, nach rund 20 Minuten kehrt wieder Ruhe ein. Die Aufgabe ist erfolgreich gelöst, und Einsatzleiterin Angelika Vahle (DLRG-Kreisjugend) darf zufrieden sein.

Unter Regie von Angelika Vahle und Karl-Wilhelm Römer war die simulierte Explosion auf der schwimmenden Plattform am Samstag nur eines von sechs Szenarien mit Unfällen auf und um den See, die rund 150 Einsatzkräfte zur Großübung zusammenführten. Römer ist stellvertretender Gemeindebrandinspektor in Diemelsee und zugleich Leiter der "IuK-Gruppe" (Information und Kommunikation) beim Katastrophenschutz des Landkreises. Auch die Feuerwehren aus Heringhausen, Giebringhausen, Stormbruch und Deisfeld sind mit von der Partie, dazu der Arbeiter-Samariterbund (ASB) aus Kassel mit Sanitätern und Notarzt, die Johanniter Unfallhilfe aus Nordhessen, die Wasserschutzpolizei und eine Tauchgruppe aus Bad Arolsen. Notfalldarsteller aus Medebach und vom Roten Kreuz aus Kassel sorgen für realistische Schminke der jungen Mimen, die gleichfalls an der spannenden Aktion teilnehmen: Mädchen und Jungen der Jugendwehren aus Giebringhausen, Stormbruch und Ottlar spielen Unfallopfer, um die Übungen so wirklichkeitsnah wie möglich abzubilden.

Bei der Lagebesprechung am frühen Nachmittag ziehen allen beteiligten Hilfsorganisationen zufrieden Bilanz – und ernten Lob vom Ersten Beigeordneten Eckhard Köster im Namen der Gemeinde Diemelsee. (Jörg Kleine)

Mehr in unserer WLZ-Zeitungsausgabe am Montag, 2 Juni.

3634606

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare