Adventskonzert der Buchenberger Vereine

Alle vier Kerzen zum Leuchten gebracht

Kirchlotheim - Das Adventskonzert des musikalischsten Ortsteils der Großgemeinde Vöhl, an dem sich die Gitarrengruppe, die „Klangfarben“, der Musikverein, der Männergesangverein und die „Chorifeen“ beteiligten, erwies sich als rundum gelungene musikalische Andacht.

Mit der vierten Auflage ihres Adventskonzerts haben die Buchenberger Vereine schon eine kleine Tradition begründet und während der von der gastgebenden Gitarrengruppe gestalteten Gedanken zum Advent fand sich auch die Gelegenheit, alle vier Kerzen anzuzünden. Die erste Kerze in den Adventsgedanken der Gitarrengruppe stand für persönliche Anliegen, das zweite Licht wurde für das Du entzündet, das Wir mit den Anliegen der Gemeinschaft folgte, bevor sich mit der Kerze für Christus ein Kreis schloss. Und auch die Auswahl der Lieder ging den Kreis von persönlichen Anliegen zum eigentlichen Anliegen des Festes mit. In „Eine Chance für das Weihnachtsfest“ nahmen die Frauen der Gitarrengruppe den Trubel drum herum zunächst in heiterer Weise aufs Korn, ehe Verheißungen wie „Wer traurig ist, wird wieder froh“ und „Ein Licht leuchtet auf in der Dunkelheit“ musikalische Wirklichkeit wurden. Mit brillanten Arrangements von Klassikern brachen die „Klangfarben“ die Weihnachtsroutine musikalisch auf und schärften dabei die Sinne für bislang überhörte Schönheiten. Den Auftakt machte der doppelte Händel mit den parallel vorgetragenen Standards „O du fröhliche“ und „Joy to the world“, wobei sich die Frauen auf das eine Lied, die Männer auf das andere konzentrierten. Weitaus differenzierter aufgefächert und im gesamten stimmlichen Spektrum der „Klangfarben“ schillerte die zart, ganz zart vorgetragene Version von „Leise rieselt der Schnee“. „Vom Flügel eines Engels berührt“ fühlten sich die Zuhörer bei der Ballade „Auf Gottes Flügeln strahlt das Licht“, für den strahlenden Abschluss „Gabriellas Song“ gab es keine treffendere Beschreibung als den Titel des zugehörigen Films: „Wie im Himmel“. Die festlichen Bläserklänge des Musikvereins Buchenberg unter der Leitung von Stephan Denhof erwiesen sich als Kontrastprogramm, indem neben besinnlichen Tönen auch Lebensfreude und musikalischer Humor ihren Platz hatten. Dabei brachte „Feliz Navidad“ karibisches Flair ins Kirchlotheimer Gotteshaus und beim „Jingle Bell Rock“ sorgte ein deftiges Tuba-Solo, das ein munteres Wechselspiel zwischen den Ins­trumentengruppen einleitete, für Schmunzeln bei den Zuhörern. Mit seiner hervorragenden Stimmkultur und „Süßer die Glocken nie klingen“ brachte der Männergesangverein Buchenberg wiederum ganz andere Saiten in den Herzen der Anwesenden zum Klingen. Als nächste Station auf dem Weg durch den Advent hatte Dirigent Arno Huthwelker ein herrliches Winteridyll aufs Programm gesetzt, das die Naturschönheiten ebenso ins rechte musikalische Licht rückte wie die Gemüter der Menschen in der Adventszeit. „Der kleine Trommler“ mit seinem „Parapapampam“ führte dann thematisch zur Krippe hin und zum Zentrum des Christfestes. Sanft und mächtig ertönte „Ich bete an die Macht der Liebe“, zu dem sich auch die „Chorifeen“ hinzugesellt hatten. In ihrem zweiten gemeinsamen Lied ließen die beiden vereinigten Chöre dann „stille Freude durch Stadt und Land“ ziehen. „Do they know it’s Christmas time at all?“, fragten die „Chorifeen“ unter der Leitung von Johanna Tripp. Mit ihrer eigenen Fassung des unlängst wieder zu Ehren gekommen Weihnachtsliedes für die Hungernden dieser Welt gestaltete der Frauenchor die Ausdehnung von Weihnachten auf die ganze Welt.Eine rundum gelungene musikalische Andacht. Pfarrer Matthias Müller hatte sich denn auch denkbar kurz gefasst und freute sich, dass alles mit dem kleinen Kind in der Krippe angefangen habe. Von Armin Hennig

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