Besinnliches Konzert mit „Haste Töne“ aus Berndorf und MGV Buchenberg in der Korbacher Nikolaikirche

Alltagstrott bleibt vor der Kirchentür

Korbach - Vorwiegend besinnlich: Musikalisch hat der Chor „Haste Töne“ am Samstag die Konzertbesucher in der Korbacher Nikolaikirche auf die Vorweihnachtszeit eingestimmt.

Mit flackernden Kerzen in den Händen schreiten die Sängerinnen und Sänger von „Haste Töne“ langsam durch das Kirchenschiff und erfüllen die abgedunkelte Nikolaikirche mit Klang und einem warmen Leuchten: „Wir warten auf das Weihnachtslicht“, singt der „gemixte Chor“ und gibt damit die Richtung für den zweistündigen Liederabend vor: Vorwiegend besinnlich wird es beim Adventskonzert der Berndorfer Sängerschar und ihren Gästen vom Männergesangverein Buchenberg. Die Besucher in dem nahezu vollbesetzen Gotteshaus lauschen dabei andachtsvoll den Liedern und den humorvollen bis nachdenklichen Geschichten, die Chorleiterin Lisa Herrlich zwischen den Vorträgen vorliest. Musikalisch hat „Haste Töne“ kaum Berührungsängste: Von gregorianischen Gesängen in lateinischer Sprache bis zum Barclay-James-Harvest-Hit „Hymn“ – die Pop-Version des christlichen Glaubensbekenntnisses – reicht die Bandbreite der Sängerinnen und Sänger, die in unterschiedlichen Formationen auftreten. Da gibt es etwa „Haste Töne extra“, das sich aus sieben Sängerinnen zusammensetzt. Das Ensemble hat die irische Weise „Love Came Down At Christmas“ und das russische Wiegenlied „Bajuschki Baju“ im Programm. Mit von der Partie ist auch der Kinder- und Jugendchor des Vereins, der von Xenia Kautz geleitet wird. Der Sängernachwuchs ist unter anderem mit „Feliz Navidad“ zu hören. Klassische Weihnachtslieder wie „Herbei, o ihr Gläubigen“ oder „Süßer die Glocken nie klingen“ haben die Sänger vom MGV Buchenberg, dirigiert von Arno Huthwelker, im Repertoire. Und von der Empore aus stimmt die „Männerschola“ von Haste Töne das „Puer natus“ an, ein gregorianischer Choral, der seit dem 13. Jahrhundert gesungen wird.Mit stehendem Applaus und Zugaberufen feiert das Publikum zum Abschluss die Sängerschar – die sich mit zwei Zugaben bedankt: Noch einmal „Hymn“ und das bekannte „Hallelujah“ vom kanadischen Singer-Songwriter Leonard Cohen.

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