Training mit dem ADAC

ALS-Schüler üben Sicherheit im Straßenverkehr

+
Schüler testeten ihren eigenen Bremsweg bei der Aktion des ADAC für Schüler der Alten Landesschule.

Korbach. Sechstklässler der Alten Landesschule haben an einem Verkehrstraining mit dem ADAC teilgenommen.

Wer in Gedanken an eine schlechte Note in Mathe, mit einem Blick aufs Handy oder bei schlechter Sicht aufgrund von Nebel und Dunkelheit durch die Straßen läuft, kann mitunter nicht so schnell reagieren. Doch auch ohne Ablenkung und bei bestem Wetter braucht ein Fußgänger einige Meter, um bei Gefahr abrupt anzuhalten. Ein Auto noch viel länger.

Das haben Sechstklässler der Alten Landesschule gelernt, die an einem Sicherheitstraining des ADAC auf der Hauer in Korbach teilgenommen haben. „Achtung, Auto“ heißt die Aktion zur Verkehrserziehung an Schulen. Schüler sollen dabei kritische Situationen im alltäglichen Straßenverkehr kennenlernen. „Die Schüler sollen sensibel werden für Gefahren und lernen, für andere mitzudenken“, erklärte Matthias Hillig vom ADAC. „Es ist wichtig zu vermitteln, dass auch Autofahrer Fehler machen.“

Eine Vollbremsung miterleben

Anhand von Gesprächen und praktischen Übungen haben die Schüler erfahren, was realistisch ist: Jeder Verkehrsteilnehmer hat bei einer überraschenden Situation erst einmal eine Reaktionszeit, bevor er bremst. Die Summe aus beidem ist der Anhalteweg. Dass dieser viel weiter ist, als die meisten erwartet hatten, erstaunte die Schüler. Sie erkannten: „Je schneller man ist, desto länger ist der Bremsweg.“ Das erlebten sie auch, als Matthias Hillig eine Vollbremsung zunächst bei 30 Stundenkilometern und anschließend bei 50 km/h und nasser Fahrbahn demonstrierte.

Achtung, Auto: Schüler der Alten Landesschule erlebten den Zusammenhang zwischen Geschwindigkeit, Reaktionszeit und Bremsweg und lernten so, den Anhalteweg von Fußgängern und Autofahrern besser einzuschätzen. 

Außerdem durften die Schüler mitfahren und Zeuge einer Vollbremsung werden. Hierbei sollten sie bemerken, wie wichtig es ist, sich im Auto anzuschnallen. Ungesicherte Kinder haben laut ADAC ein siebenfach höheres Risiko, bei einem Unfall schwer bis tödlich verletzt zu werden, als gesicherte.

Jeder Schüler bekam zudem Informationen an die Hand, die zum Beispiel darüber aufklären, welch wichtige Rolle die Profiltiefe und der Luftdruck für eine gute Haftung von Autoreifen auf der Straße spielen.

Den Lehrern wurde empfohlen, das Gelernte im Unterricht nachzuarbeiten, um es somit zu vertiefen.

An der bundesweiten Aktion „Achtung Auto“ nehmen jährlich ungefähr 130 000 Schüler teil.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare