Korbach

Altenheim im Aufwärtstrend, Verschmelzung mit Krankenhaus

- Korbach (jk). Gute Belegung, keine roten Zahlen mehr: Das Altenheim am Nordwall hat eine wirtschaftliche Durststrecke überwunden. Der Eigenbetrieb soll künftig mit dem Krankenhaus verschmolzen werden.

2006 und 2007 brachten eine betriebliche Berg- und Talfahrt fürs „Haus am Nordwall“. Das Altenheim wurde für rund 3,6 Millionen Euro erweitert und modernisiert, doch von Stimmungshoch konnte keine Rede sein. Es gab Querelen um die damalige Betriebsleiterin, ebenso um die Kostenkontrolle beim Bau – und um sinkende Belegungszahlen. Seit Frühjahr 2008 führt Michael Ricken im Altenheim Regie, zudem rückt das Altenheim seit Sommer 2007 immer weiter unters Dach des Krankenhausbetriebs mit Geschäftsführer Armin Müller. Ziel ist, den Eigenbetrieb Altenheim mit der Klinik-GmbH zu verschmelzen. Die Zusammenarbeit reicht schon von Datenverarbeitung, Buchhaltung bis Einkauf und Hausmeisterdienst. Aber auch bei Betreuung und Pflege gibt es eine engere Verzahnung – etwa in der Kurzzeitpflege nach Klinikaufenthalten. Zudem bietet das Altenheim neuerdings acht Plätze für „integrierte Tagespflege“, erklärte Ricken zuletzt im Finanzausschuss des Stadtparlaments. Die Nachfrage in den ersten Tagen sei „recht gut“. Nach der wirtschaftlichen Talfahrt bis Frühjahr 2008 hat sich das Blatt somit offenbar gewendet. Die ersten drei Monate 2008 lag die Auslastung im Altenheim (150 Plätze) bei unter 80 Prozent. Danach stieg sie kontinuierlich wieder an – auf momentan „94 bis 95 Prozent“, schilderte Ricken: „Das ist sehr gut“ und liegt deutlich über dem bundesweiten Schnitt. Rickens Fazit: „Dies zeigt, dass die Zusammenlegung mit dem Krankenhaus richtig war.“Derzeit wird ein Überleitungsvertrag ausgearbeitet, um Klinik und Altenheim personell zusammenzuführen. Künftig soll es auch einen gemeinsamen Betriebsrat geben, wie Bürgermeister Klaus Friedrich erläuterte.

Mehr in unserer WLZ-Ausgabe vom 24. September.

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