Korbach:

Im Altenheim am Nordwall wurden Sitzecken aus Brandschutzgründen abgeschafft

- Korbach (tk). Im städtischen Altenheim am Nordwall hadern die Bewohner mit einer Anordnung der Kreisverwaltung: Zwei Sitzecken mussten aus dem Treppenhaus entfernt werden. Die Behörde begründet dies mit Brandschutzvorschriften.

Die Sitzecken, die dort vor den Eingängen der Stationen auf dem breiten Absatz des Treppenhauses gestanden haben, „sind einfach wegbefohlen worden“, schildert Karl-Heinz Welteke die neue Situation. „Viele sind zutiefst enttäuscht und verärgert“, berichtet der Vorsitzende des Heimbeirats und langjährige Personalratsvorsitzende der Korbacher Stadtverwaltung. Aus Sicht der Senioren habe die Behörde nicht bloß Sitzgelegenheiten, sondern Treffpunkte für gemeinsame Gespräche beseitigt. Und statt in trauter Runde zu klönen, würden nun viele Bewohner in ihre Zimmer verbannt, moniert ihr gewählter Obmann. Ende Mai hatten Brandschutz-Fachleute aus der Kreisverwaltung den Eigenbetrieb der Stadt Korbach besucht. Beim Ortstermin gerieten die seit vielen Jahren aufgestellten Polstermöbel ins Visier der „Gefahrenverhütungsbeauftragten“. Es wurde festgestellt: „Für den Haupttreppenraum ist lediglich eine Möblierung mit Stahlgestellen und nicht gepolsterten Holzschalen denkbar.“ Dies käme aber auch nur infrage, wenn der Sitzbereich „mit einer automatischen Rauchdetek­tion über die vorhandene Brandmeldeanlage ausgestattet“ werde. Grundsätzlich sei die Möblierung jedoch auf ein Mindestmaß zu reduzieren. Im Bereich der Rettungswege stelle jeder Mülleimer oder Zeitungsständer bereits ein Hindernis dar.

Mehr in der WLZ-Zeitungsausgabe vom 8. August.

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