Korbach:

Amtlich verordnete Erbsünde

- Korbach. So ein Hundeleben: Wenn ein Pitbull zur Welt kommt, gilt er schon als gefährlich. Das legt die Hessische Hundeverordnung fest.

Von insgesamt 1100 Hunden in Korbach gelten zehn allein aufgrund ihrer Rasse als gefährlich. „Wir haben in Korbach zurzeit keinen Hund, der wegen tatsächlicher Vorfälle als gefährlich eingestuft ist“, sagt Ordnungsamtsleiter Carsten Vahland und streift damit ein Problem, dass seit der Einführung der Kampfhundeverordnung im Jahr 2000 heiß diskutiert wird: Neben Hunden, die de facto aggressiv sind, gelten auch Hunde bestimmter Rassen als gefährlich. Zehn Rassen wie Pitbull, Dogo Argentino oder Rottweiler sind aktuell in der Hessischen Hundeverordnung gelistet und stehen sozusagen unter Generalverdacht. Wer sie halten will, braucht eine Erlaubnis des zuständigen Ordnungsamts. Voraussetzung dafür ist, dass der Hund einen Wesenstest bestanden und der Halter einen Sachkundenachweis absolviert hat.

Mehr in der WLZ-Zeitungsausgabe vom 5. August.

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