Korbach

Andreas Kwoll geht zur FWG

- Korbach (jk). Die Freien Wähler bekommen mehr Gewicht im Parlament: Der frühere CDU-Fraktionschef Andreas Kwoll hat sich der FWG angeschlossen. Einen Streit zwischen CDU und FWG gibt es offenbar nicht.

Die Freien Wähler wollten den Wechsel von Andreas Kwoll erst Anfang nächster Woche bei einer internen Versammlung publik machen, doch sickerte die Nachricht bereits durch. Anfang Februar wird Kwoll erstmals in den Reihen der Freien Wähler im Parlament Platz nehmen. Die FWG-Fraktion wächst damit von fünf auf sechs Stadtverordnete, die CDU-Fraktion war derweil schon im September 2009 von zwölf auf elf Abgeordnete geschrumpft. Mit seinem Rückzug aus der CDU sorgte Kwoll dabei vorigen Herbst für einen Paukenschlag in der Kommunalpolitik. Im Umfeld der Landratswahl rumorte es bei den Christdemokraten schon seit Sommer heftig. Kwoll gehörte im Landkreis zum Team von Klaus Friedrich als CDU/FWG/FDP-Kandidat, während just in Teilen der Korbacher CDU Bedenken gegen eine Kandidatur Friedrichs aufkamen. Zudem beklagte Kwoll eine mangelnde einheitliche Linie in der Fraktion bei etlichen wichtigen Themen – ob Heizkraftwerk, Schwimmbäder oder Stadtsanierung. Obendrein habe es persönliche Beleidungen gegen ihn aus CDU-Reihen gegeben. Als Folge stieg Kwoll nicht nur in der Fraktion aus, sondern gab auch sein CDU-Parteibuch zurück. Seither ist der erfahrene CDU-Mann Eckart Hardegen als Fraktionschef angetreten, um die CDU wieder in ruhigeren Bahnen zu lenken. Kwoll behielt unterdessen sein Mandat im Parlament, aber vorerst als fraktionsloser Abgeordneter. Eine Sensation ist der jüngste Wechsel zu den Freien Wähler nicht. Schon im Herbst 2009 bekundete FWG-Fraktionschef Kai Schumacher, Kwoll sei bei den Freien Wählern willkommen: „Asyl in Harmonie“. Kwoll und Schumacher hatten in der bürgerlichen Kooperation aus CDU, FWG und FDP bereits über Jahre zusammengearbeitet.

Mehr in unserer WLZ-Zeitungsausgabe vom 21. Januar.

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