Evangelischer Freiwilligendienst richtet im Fröbelseminar ein Büro für Einrichtungen und Interessier

Anlaufstelle für Freiwillige

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Starke Kooperation für Freiwillige: Carolin Hackbarth will künftig von ihrem Büro im Fröbelseminar aus Freiwillige in Einrichtungen wie Schulen, Kindergärten, Altenheime und Gemeinden vermittelt. Zur Eröffnung des Büros kamen Vertreter der Institutionen zum Gespräch zusammen – mit dabei war auch Joel Rott, der ein Freiwilliges Soziales Jahr im Kindergarten absolviert.Foto: Theresa Demski

Korbach - Kurze Wege wünschen sich die Verantwortlichen des Evangelischen Freiwilligendienstes - sowohl für Jugendliche als auch für Personalchefs. Und deshalb eröffnet die Initiative im Korbacher Fröbelseminar nun ein Regionalbüro.

Wenn Nina Jonescu an die Freiwilligen in der Paul-Zimmermann-Schule in Korbach denkt, dann gerät die Schulleiterin ins Schwärmen. „Das sind sehr motivierte, junge Leute, ohne die wir aufgeschmissen wären“, betont sie. Viele der jungen Erwachsenen kämen nach der Schule auf der Suche nach einer Auszeit oder Orientierung in die Schule. „Und viele entdecken in dieser Zeit, dass sie im sozialen Bereich genau richtig sind und bewerben sich für ein entsprechendes Studium“, sagt Nina Jonescu. Eine Win-win-Situation also, ergänzt sie. Ähnliche Erfahrungen hat auch Michael Hölscher, Rektor der Schule am Enser Tor gemacht.

Beide Einrichtungen arbeiten eng mit dem Evangelischen Freiwilligendienst zusammen. Als einer von vielen Anbietern vermittelt die Initiative Jugendliche und junge Erwachsene ins Freiwillige Soziale Jahr (FSJ) und in den Bundesfreiwilligendienst (BFD). „Und um noch stärker in die Region zu gehen, eröffnen wir in Korbach nun ein Regionalbüro“, erklärt Ingrid Ponze vom Evangelischen Freiwilligendienst, der der Diakonie in Hessen angegliedert ist. Das kleine Büro unterm Dach im Fröbelseminar will ab sofort Anlaufpunkt sein - sowohl für Menschen, die auf der Suche nach einer Stelle sind, als auch für Einrichtungen wie die Paul-Zimmermann-Schule oder die Schule am Enser Tor.

Mitarbeiterin Carolin Hackbarth hat hier Zugriff auf gemeldete Stellen ebenso wie auf Freiwillige, die auf der Suche sind. Und die gelernte Sozialassistentin begleitet auch die Kurse der Freiwilligen. Dass die Suche nach Freiwilligen nicht immer so gut ausgeht wie bei Nina Jonescu oder Michael Hölscher, weiß Carolin Hackbarth allerdings auch. „Wir können längst nicht alle Einrichtungen versorgen“, sagt sie. Das hat nicht nur finanzielle Gründe. „Die Nachfrage nach Freiwilligen ist auch deutlich höher als das Angebot“, erklärt Carolin Hackbarth. So sind etwa die Mitarbeiter des Seniorenpflegeheims am Weinberg in Asel in diesem Jahr leer ausgegangen. Auch andere Einrichtungen suchen noch nach Hilfe. „Bewerbungen sind allerdings erst wieder für den nächsten Jahrgang möglich“, erklärt Carolin Hackbarth. Die Bewerbungsfrist liegt meistens in den Sommerferien.

Einer, der pünktlich den Weg zum Freiwilligendienst fand, ist Joel Rott. Er berichtete den Vertretern der Einrichtungen bei der Eröffnung des Büros von seinem Einsatz im Kindergarten in Goddelsheim. „Ich will wissen, welcher Beruf für mich der richtige ist“, erläuterte er, „und mir gefällt der Kontakt und die Vernetzung mit anderen in den Seminaren.“

Dass potenzielle FSJler oder Buftis sich nicht direkt in den Einrichtungen bewerben können, wissen viele nicht. „Also leiten wir die Bewerbungen oft weiter an den Freiwilligendienst“, erklärt Hölscher. Hier werden Bewerbungsgespräche geführt und Stellen besetzt. Bisher haben das Mitarbeiter in Kassel erledigt, künftig kümmert sich Carolin Hackbarth in ihrem Büro im Fröbelseminar darum.

Landkreisweit ist sie für Personalchefs und Freiwillige auf der Suche nach einem Einsatzort dienstags und donnerstags von 14 bis 17.30 Uhr unter Telefon 05631/9879960 oder per Mail an carolin.hackbarth@ekkw.de erreichbar.

Von Theresa Demski

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