Agenturchef ist „vorsichtig optimistisch“, warnt aber auch vor den Corona-Auswirkungen

Arbeitslosigkeit im Landkreis ist weiter gesunken

So ist aktuell die Situation auf dem heimischen Arbeitsmarkt.
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So ist aktuell die Situation auf dem heimischen Arbeitsmarkt.

Korbach – Die Herbstbelebung auf dem Arbeitsmarkt hat sich im Oktober fortgesetzt, die Arbeitslosigkeit ist im Bereich der Arbeitsagentur Korbach weiter zurückgegangen. In den Landkreisen Waldeck-Frankenberg und Schwalm-Eder sind 7311 Menschen arbeitslos gemeldet, 356 weniger als im September, aber 1551 mehr als vor einem Jahr. Die Arbeitslosenquote sinkt von 4,1 Prozent im September auf jetzt 3,9 Prozent. Im Oktober 2019 hatte sie noch bei 3,1 gelegen.

Für Waldeck-Frankenberg heißt das: Im Oktober waren dort 3453 Menschen auf Jobsuche, 174 weniger als im September (Minus 4,8 Prozent) – allerdings waren es auch 693 mehr als im Oktober 2019. Die Arbeitslosenquote sinkt auf 3,9 Prozent (Minus 0,2 Prozentpunkte gegenüber September) und liegt damit 0,8 Prozentpunkte höher als im Oktober 2019.

Die Zahlen böten eigentlich Anlass zu einer vorsichtig optimistischen Beurteilung des heimischen Arbeitsmarktes, kommentiert Agenturchef Uwe Kemper. „In einigen Bereichen – beispielsweise der Zahl der Menschen, die in Erwerbstätigkeit gewechselt sind – bewegen wir uns in etwa auf dem Niveau der Vorjahre.“ Bei den Ausbildungsstellen für 2021 seien mit mehr als 1500 Angeboten bereits deutlich mehr gemeldet als zum gleichen Zeitpunkt des Vorjahres. Allerdings: Es dürfe nicht übersehen werden, dass nahezu 27 Prozent mehr Menschen ohne Arbeit seien als vor einem Jahr. Und die Auswirkungen der steigenden Infektionszahlen ließen sich noch nicht abschätzen. Kemper: „Auf alle Fälle sorgt die Entwicklung für große Verunsicherung auf dem Arbeitsmarkt.“

Auf Landkreisebene liegen Hochrechnungen zur Kurzarbeit bis Mai vor: Danach waren in Waldeck-Frankenberg 14 304 Beschäftigte in 1032 Betrieben in Kurzarbeit (April: 15 034 Personen in 1194 Unternehmen).

Besonders deutlich ging im Oktober die Arbeitslosigkeit bei den 15- bis 19-Jährigen zurück – um 30,5 Prozent gegenüber September.

So ist die Lage in den drei Geschäftsstellen Korbach, Frankenberg und Bad Arolsen

In Korbach mit Bad Wildungen waren im Oktober 1594 Menschen ohne Arbeit gemeldet, 105 oder 6,2 Prozent weniger als im September und 277 mehr als vor einem Jahr. Die Quote sinkt um 0,3 Punkte auf 3,8 Prozent.

Frankenberg meldet 1081 Arbeitslose, 62 oder 5,4 Prozent weniger als im September. Das entspricht einem Anstieg von 295 gegenüber Oktober 2019. In Frankenberg sinkt die Quote um 0,2 Prozentpunkte auf 3,8 Prozent.

In Bad Arolsen waren im Oktober 778 Menschen ohne Beschäftigung erfasst. Im Vergleich zu September sind das 7 Personen weniger, zu Oktober 2019 aber 121 Personen mehr. Die Arbeitslosenquote beträgt dort unverändert 4,4 Prozent. red/dau

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