Büro aus Münster überzeugt die Jury

Architektenwettbewerb: Das ist der Siegerentwurf für das Korbacher Rathaus

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Siegerentwurf für den Neubau des Korbacher Rathauses: Die Arbeitsgemeinschaft Christian Thomann Architekt/heimspiel architekten aus Münster hat die Jury des Architekten-Wettbewerbs überzeugt.

Korbach. Jury und Stadt Korbach haben am Dienstagabend offiziell den Gewinner des Architektenwettbewerbs für den Neubau des Korbacher Rathauses vorgestellt. 

Die Arbeitsgemeinschaft Christian Thomann Architekt/heimspiel architekten aus Münster hat die Jury mit ihrer Idee überzeugt: Der Entwurf nehme die Formen des historischen Rathauses auf und denke sie in dem ringförmigen Neubau mit glasüberdachtem Atrium in der Mitte weiter, erläuterte Jury-Vorsitzender Ferdinand Heide die Entscheidung. Zum Konzept gehören auch Anbauten an das Haus Rüsel (Professor-Kümmell-Straße 9) und die Stadtwache.

Der zweite Preis geht an das Büro Wagenknecht Architekten aus Hamburg.

Der zweite Preis geht an das Büro Wagenknecht Architekten aus Hamburg. Der Entwurf sieht das historische Rathaus als freistehendes Gebäude vor. Der Neubau zeichne sich durch eine "veredelte Struktur mit offenen Glasflächen aus", so Heide.

Mit dem dritten Preis wird der Entwurf der Arbeitsgemeinschaft Jan Derveaux/Rimpau Architekten aus Berlin ausgezeichnet.

Mit dem dritten Preis wird der Entwurf der Arbeitsgemeinschaft Jan Derveaux/Rimpau & Architekten aus Berlin ausgezeichnet. Die drei historischen Gebäude werden jeweils mit einem eigenen Anbau ergänzt. Heide: "Die Arbeit hat das Nebeneinander von jung und alt in der Vordergrund gerückt." 

Der Gewinner des Wettbewerbs wird mit 33.600 Euro belohnt, für den zweiten Platz gibt es 21.000 Euro, für den dritten Platz immerhin noch 12.600 Euro. Der Wettbewerb ist mit einem konkreten Auftragsversprechen verbunden. Das bedeutet, dass einer der drei Preisträger auch tatsächlich mit der Planung beauftragt wird - wenn die Stadtverordnetenversammlung grundsätzlich einem Neubau zustimmt. Als Anerkennung für die weiteren Teilnehmer wurden außerdem insgesamt 16.800 Euro ausgeschüttet.

Insgesamt haben sich 133 Architekten am europaweit ausgeschriebenen Wettbewerb beteiligt - eine ungewöhnlich hohe Zahl, wie betonte: "Das zeigt die große Bedeutung des Auftrags."

Zum Auswahlgremium gehören unter anderem der international renommierte Architekt Klaus Kada aus Graz, seine Berufskollegen Ferdinand Heide und Claudia Meixner (beide Frankfurt), Hans Uwe Schultze (Kassel) und als Vertreter der Stadt Bauamtsleiter Bublak sowie Vertreter der Fraktionen in der Stadtverordnetenversammlung.

Der Wettbewerb lief in zwei Phasen ab: Zunächst hatten die Architekten drei Monate Zeit, einen städtebaulichen Plan einzureichen. Er war noch relativ grob, legte etwa fest, wie groß Gebäude und Freiflächen sind.

Die 20 besten Büros gingen in Phase II – und sollten dann bis Ende April 2017 ihre konkreten Bau-Entwürfe vorlegen, die abermals von der Jury bewertet wurden. Vorher gab es für die Teilnehmer im Februar ein Vor-Ort-Kolloquium in Korbach, bei dem sich die Architekten das Areal anschauen und mit Vertretern der Stadt sprechen konnten.

Die Preisträger: Architekten-Wettbewerb für das Korbacher Rathaus

Mehr über den geplanten Rathaus-Neubau lesen Sie in der Waldeckischen Landeszeitung vom 6. Juli 2017.

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