Prozess wegen Computerbetruges

21.000 Euro weg: Mann soll EC-Karte seiner Freundin entwendet haben

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Korbach/Bad Arolsen. 21.000 Euro sind nach und nach von zwei Konten verschwunden, den Vorwurf des Computerbetrugs bestreitet der Angeklagte aber: Er habe nur für die Familie eingekauft.

Plötzlich sollte das Gas abgestellt werden, weil das Konto für die Kosten des Mietshauses leer war: In dieser Lage befand sich ein 53-jähriger Bad Arolser Anfang 2015. Vom Konto, das nur für Rechnungen rund um das zusammen mit seiner Schwester gekaufte Haus gedacht war, war immer wieder Bargeld abgehoben worden. 

Der damalige Lebensgefährte der Schwester muss sich deshalb seit Montag vor dem Korbacher Amtsgericht verantworten. Mit ihrer EC-Karte soll der 51-Jährige knapp 16.000 Euro vom Mietkonto abgehoben haben; seine 52-jährige Ex-Freundin beklagt zudem den Verlust von gut 5000 Euro von ihrem privaten Konto.

Solcher Missbrauch der Karten, wie er von Mai 2012 bis Februar 2015 stattgefunden haben soll, wäre schwerer Computerbetrug – ein Vorwurf, den der Beschuldigte zurückwies. Er habe den gemeinsamen Haushalt geführt. 

Dass er dafür auch Geld vom Mietkonto nehme, habe seine Freundin gewusst; sogar selbst damit eingekauft. Karte und PIN habe er auch gekriegt, um Barzahlungen an den Energieversorger machen zu können, wenn der Mahnungen schickte.

Seine Ex-Freundin gab hingegen an, zunächst nichts davon gewusst zu haben. PIN und Karte habe wohl er aus ihrem Portemonnaie genommen. Erst nach gut einem Jahr habe sie auf einem Kontoauszug des Mietkontos eine Barabhebung gesehen – sonst seien alle Auszüge, auf denen sich verdächtige Punkte finden müssten, verschwunden, ebenso wie Post. Später seien sie in Verstecken im Haus aufgetaucht. 

Sie habe ihren Lebensgefährten zwar zur Rede gestellt, doch der sei wütend geworden, habe Drohungen ausgestoßen und Hausrat zerschlagen.

Bei einem neuen Termin sollen weitere Zeugen Klarheit bringen.

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