Verkehrswacht erklärt Berufsschülern, welche Gefahren im Straßenverkehr lauern

Aufprall mit Tempo 40 und 1,3 Promille im Blut

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Kurz vor dem Aufprall: Der 20-jährige Maurice Pfaff aus Korbach sitzt im Gurtschlitten, in dem ein Aufprall mit etwa 40 Stundenkilometern simuliert wird.

Korbach. „Das war ganz schön heftig“, sagt der Korbacher Maurice Pfaff und greift an sein Becken. „Ein bisschen weh tut es jetzt schon.“ Der 20-jährige Berufsschüler hat gerade bei zwei Simulationen im Gurtschlitten einen Aufprall mit einem Auto erlebt – und zwar zunächst mit 20 und anschließend mit 40 Stundenkilometern.

„Eines steht fest“, sagt Pfaff, der derzeit eine Ausbildung zum Einzelhandelskaufmann absolviert und danach auch den Führerschein machen will. „Das möchte ich später als Autofahrer nicht erleben. Schon gar nicht, wenn ich noch etwas schneller unterwegs bin.“ 

Die Aktion für junge Fahrer in den Beruflichen Schule in der Klosterstraße ist Anfang dieser Woche eine von zweien, welche die Verkehrswacht anbietet und an der zahlreiche Schüler teilnehmen. Auch in der Beruflichen Schule in der Kasseler Straße wird den jungen Menschen vor Augen geführt, welche gravierenden Folgen Verstöße und Nachlässigkeiten im Straßenverkehr haben können. Während die Verkehrswacht in der Kasseler Straße noch mit deutlich mehr Aktionen – unter anderem auch mit einem Auto-Überschlagsimulator – aufwartet, muss sie in der Berufsschule in der Klosterstraße das kleine Programm fahren. „Eigentlich hätte die Aktion dort gar nicht stattgefunden, weil uns Bundesmittel gekürzt und somit auch einige Aktionen gestrichen wurden“, erläutert Friedhelm Piston von der Verkehrswacht in Frankenberg. „Wir wollten aber nicht darauf verzichten. Daher hat die Verkehrswacht Waldecker Land die Kosten selbst getragen. Ein bisschen weniger Programm war dadurch aber leider nicht zu vermeiden.“ Trotz der abgespeckten Version bekommen die Berufsschüler in der Klosterstraße einen guten Einblick in die Gefahren, die im Straßenverkehr lauern.

Von Philipp Daum und Silas Klöcker

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