Holzkonstruktion löst Spekulationen aus

Wird die Pergola im Stadtpark wieder aufgebaut? Die Wahrheit überrascht viele Korbacher

Eine „Muster-Pergola“ im Stadtpark: Die Holzkonstruktion soll den Stadtverordneten einen Eindruck der künftigen Gestaltung ermöglichen.
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Eine „Muster-Pergola“ im Stadtpark: Die Holzkonstruktion soll den Stadtverordneten einen Eindruck der künftigen Gestaltung ermöglichen.

Wird die Pergola im Stadtpark schon jetzt wieder aufgebaut? Eine Holzkonstruktion auf der Baustelle erweckt jedenfalls den Eindruck. Doch was wirklich dahinter steckt, überrascht viele Korbacher.

Korbach – Nach etlichen Protesten für den Erhalt hatten die Stadtverordneten vor einem Jahr beschlossen, die Pergola an die Nordseite des Parks angrenzend an die Heerstraße zu versetzen. Genau dort ist nun eine Holzkonstruktion errichtet worden, die der Pergola zumindest sehr ähnlich sieht. In Korbach sorgt das für gespaltene Reaktionen: Die einen freuen sich darüber, dass scheinbar mit dem Wiederaufbau begonnen wurde, die anderen sind ob der Bauweise entsetzt: Das habe doch nichts mehr mit der ursprünglichen Pergola zu tun.

Tatsächlich liegen aber beide Seiten falsch: „Das ist ein Dummy, eine Musterpergola“, klärt Bauamtsleiter Stefan Bublak auf. Die provisorische Konstruktion sei für die Stadtverordneten errichten worden, die sich bei einem Ortstermin auf der Baustelle einen Eindruck von der künftigen Gestaltung machen wollen. „Wir haben ein Feld der Pergola aufgebaut, damit man ein Gefühl für die Ausmaße bekommt. Das kommt alles wieder weg“, sagt Bublak.

Tatsächlich ergibt es zum jetzigen Zeitpunkt auch noch keinen Sinn, die Pergola aufzubauen. „An der Heerstraße erfolgt die Andienung der Baustelle“, erläutert der Bauamtsleiter. Maschinen und Material müssten umständlich an der Pergola vorbei manövriert werden. Deshalb steht der Wiederaufbau des Laubengangs im Zeitplan ganz hinten. Dann allerdings wird – bis auf das Holz – auch das Originalmaterial der fast 90 Jahre alten Pergola wieder verwendet, versichert Bublak: „Die Steine sind 1:1 zurückgebaut, nummeriert und eingelagert worden.“

An seiner früheren Stelle hatte das Bauwerk aus Sicht der Planer viele Probleme für das neue Stadtpark-Konzept mit sich gebracht. Zum einen gab es Bedenken aus gestalterischer Sicht. Der offene, unverstellte Blick in den Park sei wichtig und prägend für den gesamten Entwurf. Zum anderen soll die untere Hälfte des Stadtparks künftig verstärkt für Veranstaltungen genutzt werden – mit entsprechender Infrastruktur für die Veranstaltungstechnik. Dafür muss nicht nur Platz im Park vorhanden sein, sondern auch eine entsprechende Zufahrt für die Anlieferung. Beides hätte die Pergola schwieriger gemacht.

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