Neues Konzept

Aufschlag in der Tennishalle: TSC Korbach investiert 300.000 Euro

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Soll umgebaut werden: Die Tennishalle am Westring. Dafür bekommt der TSC Zuschüsse und eine Ausfallbürgschaft der Stadt.

Korbach. Der Tennis-Sport-Club (TSC) Korbach will rund 300 000 Euro in die städtische Tennishalle am Westring investieren. Die Stadt unterstützt das mit einem Zuschuss und voraussichtlich auch einer Bürgschaft.

Nachdem 2016 Pläne des TSV 1850/09 Korbach, die Halle in ein modernes Sportzentrum umzubauen, an der Finanzierung gescheitert waren, hat der TSC Korbach sie in eigener Regie zunächst für zwei Jahre befristet bis zum Hessentag weiterbetrieben. Jetzt soll es mit neuem Konzept weitergehen.

Eine finanzielle Herausforderung für den Verein, denn in dem rund 40 Jahre alten Gebäude, das der Stadt Korbach gehört, stehen größere Investitionen an. Unter anderem muss der Dura-Teppichboden-Spezial, mit dem die fünf Felder belegt sind, erneuert werden. Eine neue Heizungsanlage, neue Beleuchtung, neue Ballfanggardinen und Sanierungsarbeiten an der Fassade und den sanitären Einrichtungen. Die Gesamtkosten liegen nach ersten Kostenvoranschlägen bei rund 300 000 Euro.

Die Stadt gibt dazu einen Investitionskostenzuschuss in Höhe von 70 000 Euro. Der TSC kann außerdem auf Fördermittel des Landes und des Sportkreises Waldeck-Frankenberg hoffen. Zunächst muss der Verein aber ein Darlehen in Höhe von rund 230 000 Euro aufnehmen. Für 80 Prozent des Betrags – 184 000 Euro – will die Stadt eine Ausfallbürgschaft übernehmen, die Voraussetzung dafür ist, dass die Bank den Kredit gibt.

„Da der TSC in ein städtisches Gebäude investiert, ist das Risiko hinsichtlich der Ausfallbürgschaft deutlich begrenzt“, erklärte Bürgermeister Klaus Friedrich am Dienstag im Haupt- und Finanzausschuss. Dessen Mitglieder stimmten der Bürgschaft bereits einstimmig zu, die Stadtverordneten entscheiden in ihrer Sitzung heute.

Die Mitglieder des TSC haben das Finanzierungskonzept in einer außerordentlichen Jahreshauptversammlung im Mai einstimmig beschlossen. „Voraussetzung dafür, dass die Finanzierung funktioniert, ist ein langfristiger Pachtvertrag mit der Stadt“, erklärte TSC-Vorsitzender Heinz Luckey gegenüber der WLZ. Der liege bereits unterschriftsreif in der Schublade.

Auch wenn der TSC darauf hofft, mit der modernisierten Halle neue Spieler nach Korbach zu locken, geht der Verein derzeit von einer unveränderten Nachfrage aus. „Auch die Preise können und wollen wir nicht anheben“, sagte Luckey. Laut Finanzkonzept reichen die Einnahmen für Tilgung und laufenden Kosten wie Strom, Gas, Wasser und Versicherungen aus. Personalkosten sollen auch in Zukunft keine entstehen: „Wir machen das ehrenamtlich“, sagte der Vorsitzende.

Gesucht wird aber ein neuer Pächter für die Gastronomie: Die bisherige Wirtin des „Netzrollers“ wolle sich beruflich verändern, so Luckey.

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