Umfragen, Information, Kunstwettbewerb: Hansestadt verstärkt Werbung für die Buslinien

Die Augen auf den Stadtbus richten

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Der Korbacher Stadtbus hat fünf Linien

Korbach - Korbach rückt den Stadtbus verstärkt ins Blickfeld. Umfragen bei Passanten, Beschäftigten und in Unternehmen sollen derzeit helfen, die Augen auf den Bus zu lenken und die Linien weiter zu verbessern.

Ende 2012 setzte die Hansestadt mit dem öffentlichen Busnetz einen völlig neuen Akzent. Statt früher zwei gibt es seither fünf Linien, die vor allem ein Ziel haben: Fahrgäste aus Wohn- und Gewerbegebieten möglichst auf kürzestem Weg ins Zentrum zu bringen - und wieder zurück.

Wie eine Spinne im Netz sitzt der Hauptbahnhof als zentraler Haltepunkt mittendrin. Hier laufen die Linien zusammen. Das bringt Anschluss an die Regionalbusse und die Bahn. Überdies fließen die Linien ineinander über: Der gleiche Bus wechselt am Bahnhof teils die nur die Liniennummer und fährt dann diese Route weiter.

Beispiel: Linie 1 fährt vom Paul-Zimmermann-Sportplatz zum Bahnhof, der Bus wechselt auf Linie 4, die Richtung Krankenhaus führt. Fahrgäste können mit diesem „Trick“ ohne Umsteigen zum Ziel gelangen. Ausnahmen sind nur die Abfahrtszeiten um 8 und 12 Uhr.

Dieses System des fließenden Übergangs gilt ebenso für die Linien 3 und 5. Ausnahme ist eine Fahrt um 13 Uhr.

Stundentakt ins Zentrum

Trotz der Änderungen seit Dezember 2012 auf ein Netz mit fünf Linien gibt es also viele Direktverbindungen für die Fahrgäste, betont die Stadt Korbach. In anderen Fällen reiche der Weg zu einer benachbarten Haltestelle, um das gewünschte Ziel ohne Wartezeiten am Hauptbahnhof zu erreichen, erläutert Ordnungsamtsleiter Carsten Vahland.

Hintergrund ist die Kritik mancher Fahrgäste nach dem Systemwechsel. Statt großer Runden um die Stadt bietet der neue Bus vor allem direkten Weg ins Zentrum. Manche älteren Korbacher vermissten aber ihre gewohnten Routen und fanden sich mit dem neuen Fahrplan auch nach längerem Anlauf noch nicht zurecht.

Marketing für den Bus

Klar ist: Die Busverbindungen haben sich geändert. Aber das neue System bietet auch etliche Vorteile, schildert Vahland. Dazu gehört ein fester Stundentakt mit Abfahrt immer zur gleichen Minute. Nur morgens und mittags, wenn die Schüler unterwegs sind, kommt der Bus mal aus dem Takt.

Außerdem werden wichtige Ziele gleich von zwei Linien neuerdings bedient - etwa das Krankenhaus oder das Schulzentrum an der Solinger Straße.

Mit Umfragen und Marketing geht die Stadt derzeit für den blauen Bus in die Offensive. Gefragt sind dabei auch diejenigen, die den Stadtbus derzeit (noch) nicht nutzen. So sollen die Befragungen ebenso Erkenntnisse bringen, das Angebot weiter zu verbessern.

Klar ist aber auch: Der Stadtbus war und ist kein Wunschkonzert, sondern finanziell ein Zuschussbetrieb, der auch bezahlbar bleiben muss.

Noch mehr ins Auge stechen sollen die Stadtbusse künftig allemal. Dafür sorgt ein künstlerischer Wettbewerb, dessen erste Ergebnisse die Stadt in Kürze präsentieren möchte.(jk)

Hintergrund

Der Korbacher Stadtbus läuft seit Ende 2012 auf fünf Linien. Vorrangiges Ziel ist, Fahrgäste aus den Wohngebieten auf schnellstem Wege ins Zentrum zu bringen – und wieder zurück. Damit haben sich die Fahrpläne zugleich geändert. Vorteile des neuen Busnetzes: Das Gewerbegebiet zwischen Briloner Landstraße und Flechtdorfer Straße ist seither auch mit einer Linie verbunden. Davon profitieren Beschäftigte, ebenso Einrichtungen der Lebenshilfe. Tipps für Fahrgäste: Liegt das Ziel in einem anderen Stadtviertel, können Fahrgäste oft im gleichen Bus via Hauptbahnhof weiterfahren – da der Bus nur die Liniennummer wechselt. An benachbarten Haltestellen ist oft eine andere Linie erreichbar, die genau ans gewünschte Ziel führt. Weitere Informationen zum Stadtbus gibt es bei den Busfahrern und beim Ordnungsamtsleiter Carsten Vahland (Tel. 05631/53-261).(r/jk)

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