Korbach:

Ausnahme-Percussionist Martin Grubinger zaubert – und bezaubert

- Korbach. „Das grenzt an Hexerei!“, meint eine Zuhörerin in der Pause zu Martin Grubinger, während der Percussionist seinen Set für die zweite Hälfte seines Programms einrichtet.

Die Toccata für Marimba und Vibrafon des dänischen Rockmusikers Anders Koppel (*1947) ist eigentlich ein dynamisches Stück für zwei Schlegelschwinger, doch der junge Musiker hat sich ein Arrangement auf den Leib geschrieben, bei dem er bruchlos zwischen den Holz- und Metallplatten wechseln kann. Zum Hin und Her zwischen Marimba und Vibrafon kommen noch diverse Wechsel beim Schlagwerkzeug, das im Spiel von 6 auf 4 auf 2 und wieder zurück gruppiert wird. Schon eine Herausforderung, auch ohne die Aufgabe dabei noch zu spielen und darüber hinaus noch spielend diverse Tempo- und Dynamikwechsel bei dieser Tanzsuite zu meistern, in der Tango-, Rumba- oder Walzermomente aufscheinen. Als musikalischer Assistent beim Schlegelzauber fungiert Per Rundberg. Der schwedische Pianist steuerte auf seinem Instrument jene Passagen bei, die sich einfach nicht oder noch nicht auf einen Instrumentalisten umarrangieren lassen. Minoru Mikis (*1930) Marimba Spiritual spielt Martin Grubinger inzwischen in einem revidierten Arrangement. Neben dem Marimbaspieler sind noch drei Schlagzeuger in diesem Werk des japanischen Komponisten vorgesehen, deren Aufgaben bürdete Grubinger seinem Vater Martin Grubinger Sr. auf.

Mehr in der WLZ-FZ-Zeitungsausgabe vom 15. Dezember.

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