Vöhl

Ausstellung zum Anfassen und Erleben

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- Vöhl-Herzhausen (resa). Pilzmodelle zum Anfassen, Holzstifte und Kunstwerke: In ihren Museumskoffern haben Lehramtsstudenten aus Paderborn ein Stück Weltnaturerbe zum Anfassen geschaffen. Die Sonderausstellung ist bis 26. November im Nationalpark-Zentrum bei Herzhausen zu sehen.

Von dem Prädikat „Weltnaturerbe“ hat Jan noch nicht viel gehört. Schließlich ist er ein Kind und da sind kleine Abenteuer und Entdeckungsreisen wichtiger als Prädikate und Auszeichnungen. Im Nationalpark-Zentrum wollen Kunststudenten nun im Rahmen einer Sonderausstellung beides miteinander verbinden. In Museumskoffern machen sie den Begriff „Weltnatur­erbe“ auch jenseits von Wanderwegen und Entdeckungspfaden erlebbar. Die Lehramtsstudenten haben 15 Koffer jeweils zu einem Themenschwerpunkt gefüllt. So können große und kleine Gäste des Nationalpark-Zentrums im Koffer von Oxana Buk den verschiedenen Pilzen der Region auf die Schliche kommen, Modelle erkunden, Bücher durchforsten und Werkzeug begutachten.

Einen Koffer weiter lädt Studentin Sabrina Zimmermann mit Naturdarstellungen in der Kunst und Literatur der Romantik zum Schmökern in alten Schriftstücken ein und zum Bestaunen von kleinen Bildern. Ohnehin laden viele Koffer die Besucher ein, aus der Perspektive der Kunst das Weltnaturerbe zu entdecken. Aber auch Märchen stehen hoch im Kurs und so eröffnen gleich mehrere Koffer ungeahnte Märchenwelten zum Anfassen – von selbst gestalteten Handpuppen bis hin zu Märchenbüchern.

Aber auch Totholz zum Fühlen hält ein Koffer bereit, den Mythos des Baums will ein anderer lüften und dem Leben des Försters und der Arbeit im Wald nähert sich ein weiterer Museumskoffer an. „Anfassen ausdrücklich erwünscht“, sagt Prof. Jutta Ströter-Bender, die das Projekt mit ihren Studenten initiiert hat. Und so sollen junge und alte Gäste der Sonderausstellung Bücher, Instrumente und Modelle zur Hand nehmen, über Hölzer und Kunstwerke streichen und den Wald verstehen lernen. „So wollen wir möglichst viele Zielgruppen für die Schönheit der Buchenwälder, ihre Bedeutung, ihren Schutz und Erhalt sensibilisieren“, erklärt Prof. Jutta Ströter-Bender.

Darüber freut sich auch Jutta Seuring, Sachgebietsleiterin für Bildung und Naturerleben im Nationalpark. „Wir wollen auch künftig zusammenarbeiten“, erklärte Seuring, „und dann sollen auch Schulen einbezogen werden.“ Die Sonderausstellung im Nationalpark-Zentrum ist noch bis 26. November zu sehen. Der Eintritt dazu ist frei.

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