Korbach

Ausstellungen im Bonhage-Museum

- Korbach (resa). Steine, Urkunden, Karten: Zeugen der Vergangenheit erzählen ab Sonntag im Korbacher Museum Geschichten von Bergbau, Schlachten und Diktatur.

Wenn sich Geschichtsfreunde auf die Spuren der Vergangenheit machen, kehren sie oft voll bepackt zurück. Im Fall von Volker König, Sven Bökenschmidt und Birgit und Volker Emde mit vielen Koffern voll Steinen, Fossilien und Urkunden. Am Sonntag zeigt der Arbeitskreis zum Kupferbergbau in Itter im Korbacher Museum das Ergebnis seiner emsigen Recherchen. Die aufwendige Ausstellung gibt Einblicke in die Entstehung des Kupfers im Ittertal, in Lebewesen und Pflanzen vergangener Zeiten und in das Leben der Menschen. „Es ist schön, wenn wir im Museum Ausstellungen zeigen, die auf bürgerliches Engagement zurückgehen“, lobt Museumsleiter Wilhelm Völcker-Janssen. Und das gilt für die Itteraner ebenso wie für Jörg Eicken. Der hatte sich schon vor Jahren einen Vermerk im Kalender gemacht: „2010 an die Schlacht bei Korbach erinnern“. Der ehemalige Kunsterzieher machte sich auf die Suche nach Zeugen der Vergangenheit und wurde fündig – im Korbacher Stadtarchiv, in alten Büchern und beim Fürsten. Mit alten Karten, wertvollen Briefen und Andachten von Soldaten und Pfarrern und pfiffigen eigenen Kunstwerken hat Eicken ein Schmuckstück geschaffen. Die kleine, feine Ausstellung gewährt Einblicke in das Leben der Menschen vor 250 Jahren, in Gewalt und Tod und macht Mut zum Weiterdenken. Den haben auch elf Korbacher bewiesen, die Exponate für die dritte Ausstellung zur Verfügung gestellt haben. Mit Erinnerungsstücken in Lederkoffern erzählen sie von ihrem Leben in der DDR. Unter dem Titel „Ich wollte nicht länger feige sein“ zeigt das Museum dazu Koffererinnerungen von Menschen aus Thüringen. Die Ausstellungen werden am Sonntag um 11.15 Uhr im Museum eröffnet und sind dann dienstags bis sonntags von 11 bis 16.30 Uhr geöffnet. Der Eintritt beträgt zwei (einen) Euro.

Mehr dazu lesen Sie in der Waldeckischen Landeszeitung von Donnerstag, 24. Juni 2010.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare