Korbach

Bäder-Debatte: Rückwärtssalto in die Stahlwanne

- Korbach. Korbachs Badelandschaft braucht tiefgründige Remedur. Ein neues Kombibad für Sommer und Winter wäre prächtig, doch die Finanzlage macht wohl einen Strich durch die Rechnung.

Nach vier Jahren Debatten um Hallenbad und Freibad sollte am Samstag die Erhellung kommen. Doch in der öffentlichen Sondersitzung wusste zwischendrin so mancher nicht mehr, wo oben und unten ist – ob Parlamentarier oder interessierter Bürger. „So langsam verstehe ich überhaupt nichts mehr. Ich habe eher das Gefühl, auf einer Desinformationsveranstaltung zu sein“, wetterte Helmut Schmidt (SPD). Da erntete Schmidt aus den Reihen von über 100 Zuschauern am Morgen Szenenapplaus.

Statt Lustspiel hatte die Stadt eher die Dramaturgie für eine Tragödie gewählt: Am Anfang präsentieren zwei Architekturbüros erst mal Bilder für ein neues „Zwillingsbad“. Am Ende aber macht die aktuelle Finanzlage vieles zunichte, denn der Stadt steht das Wasser fast bis zum Hals, wie Bürgermeister Klaus Friedrich betonte.

Marschroute der Stadt nach dieser Sitzung: Ein Kombibad ist schön, doch sollten Hallenbad und Freibad besser an Ort und Stelle saniert werden. Denn ein Neubau brächte über steigende Defizite der Bäder hinaus weitere rund 350 000 Euro jährliche Belastung. Und die müssten die Korbacher Steuerzahler begleichen. (jk)

Mehr über die Pläne in Sachsen Korbacher Bäder lesen Sie in der WLZ-Ausgabe vom 14. Dezember.

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