Korbach:

Bäder-Debatte: Samstag Sondersitzung des Parlaments

- Korbach. Im politischen Langstreckenschwimmen um die Korbacher Bäder folgt abermals die Wende: Bürgermeister Klaus Friedrich plädiert für Sanierung an Ort und Stelle – statt Neubau eines Kombibads.

„Da steh' ich nun, ich armer Thor, und bin so klug als wie zuvor.“ – In der Korbacher Bäder-Debatte lässt sich gut Goethes „Faust“ bemühen. Denn nach exakt einem Jahr intensivster Berechnungen, Planungen und parlamentarischer Bäderreisen kommt die Diskussion um Hallenbad und Freibad auf den Stand vom Dezember 2008 zurück. Korbachs Stadtväter müssen Samstag „Nachsitzen“, weil in aller Kürze Entscheidungen fällig sind. Zumindest das Hallenbad hält im aktuellen Zustand nur noch bis ins Frühjahr, dann muss es aus Sicherheitsgründen geschlossen werden – oder saniert. In öffentlicher Sitzung präsentieren deshalb am Samstag, ab 10 Uhr, zwei Architekturbüros aus Düsseldorf und Gotha ihre Entwürfe für die Zukunft. Die Kernfrage dazu hatte die SPD im Laufe des Jahres aufgeworfen: Wäre es nicht sinnvoller, gleich ein komplett neues und kombiniertes Hallen- und Freibad auf der Hauer zu bauen, statt zwei betagte Bäder teuer zu sanieren? Daraus folgte die Anschlussfrage: Was kosten Abriss und Neubau des Hallenbads alternativ am alten Standort?Die beiden Planungsbüros sind diesen Punkten nachgegangen. Gerade in Zeiten der finanziellen Krise warnt Bürgermeister Klaus Friedrich indes vorm Sprung ins kalte Wasser. „Wir müssen uns die Mühe machen, die Zahlen sehr intensiv zu beleuchten – und uns nicht von Bildern blenden lassen“, betont der Rathauschef auf WLZ-Nachfrage.

Mehr in der WLZ-Zeitungsausgabe vom 12. Dezember.

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