Helfen, wenn andere feiern

Bärbel und Bernd Saure sind ehrenamtlich beim Hessentag in Korbach unterwegs

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Helfen beim Hessentag: Malermeister Bernd Saure und seine Frau Bärbel Saure auf dem blauen Sofa der Waldeckischen Landeszeitung.

Korbach. Bis zu einer Million Besucher erwartet die Stadt Korbach zum Hessentag. Wie gut, dass immer dann, wenn andere feiern, viele Aktivposten dafür sorgen, dass hinter den Kulissen alles rund läuft. Mittendrin auch: Bärbel und Bernd Saure aus Goldhausen.

„Wir haben gleich gesagt, da machen wir mit“, sagen der Malermeister und seine Frau. Hessentagsbeauftragter Karl Helmut Tepel hatte beide nach Unterstützung für das „Team Korbach“ gefragt. „Ohne ehrenamtliche Mithilfe ist so eine Veranstaltung wie der Hessentag einfach nicht zu stemmen“, sagt Bernd Saure. Und beide wollen der Stadt und den Korbachern auch etwas zurückgeben: „Der Hessentag hat gerade für uns Handwerker richtigen Auftrieb gebracht. Wir haben in den letzten Wochen viele Aufträge von der öffentlichen Hand aber auch von Privatleuten erhalten“, sagt Bärbel Saure.

Während des Hessentags aber haben Saures Urlaub – zumindest in ihrem Hauptberuf. Beim Landesfest werden sie mit anpacken. Bernd Saure hat sich für den Fahrdienst gemeldet, Bärbel Saure würde am liebsten im Backstage-Bereich der großen Bühnen mitarbeiten. „Wie und wann wir genau eingeteilt werden, wissen wir aber noch nicht. Wo wir gebraucht werden, sind wir dabei“, sagt Bärbel Saure. Bei einer Informationsveranstaltung für die Helfer.

Bezahlt wird der Job zwar nicht. Aber als Dank gibt’s unter anderem ein Ticket zu einem Hessentags-Event. Alle Helfer übernehmen mindestens drei Einsätze. Eine Schicht dauert jedoch nicht den ganzen Tag, sondern nur einige Stunden. „Wir können daher die Feierlichkeiten trotzdem noch genießen“, sagt Bärbel Saure. Ihr Mann ergänzt: „Wir freuen uns darauf, Bekannte zu treffen, die man lange nicht mehr gesehen hat und darauf, gesellige Stunden mit Freunden zu verbringen.“

Eine ihrer Anlaufstellen wird dabei der „hr-Treff“ sein – wie schon beim Hessentag 1997: „Eigentlich wollten wir damals nur zwei-, dreimal hingehen. Dann waren wir jeden Abend da und haben den Tag dort ausklingen lassen“, gibt Bärbel Saure lachend zu.

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