Korbach

Bauarbeiten im „Treffpunkt“ abgeschlossen

- Korbach (tk). Ein größerer, heller Aufenthaltsraum, ein Treppenlift am Eingang, behindertengerechte Toiletten: 130 000 Euro hat der Trägerverein in den Umbau des „Treffpunktes“ in der Flechtdorfer Straße 11 investiert.

Ein Wanddurchbruch im Erdgeschoss war nötig, um den Aufenthaltsraum um 27 Quadratmeter zu erweitern. Große Fenster, ein bequemes Sofa, moderne Möbel und ausdrucksstarke Kunstwerke an den Wänden, die von den Betreuten gemalt wurden, sorgen für eine angenehme Atmosphäre. Nötig war der Anbau, weil jeden Tag 15 bis 20 Personen den „Treffpunkt“ im Rahmen der Eingliederungshilfe aufsuchen, erklärt Teamleiterin Silvia Ader. 1991 hatte der Verein das in den 30er-Jahren erbaute Haus erworben. Die Finanzierung sei 2009 ausgelaufen. Deshalb habe wieder investiert werden können, so der stellvertretende Vereinsvorsitzende Peter Schimek. Zum Bauprogramm gehörte außerdem, die Elektroinstallation im Gebäude auf den neuesten Stand der Technik zu bringen.Für den behindertengerechten Umbau hat der Landeswohlfahrtsverband (LWV) 1555 Euro bewilligt. Überdies beantragte der Verein bei der „Aktion Mensch“ einen Zuschuss von rund 47 000 Euro. Nach Auskunft der größten privaten Förderorganisation für Behinderte müsse mit einer Bearbeitungszeit zwischen drei und vier Jahren gerechnet werden, teilte Silvia Ader mit. Mit jeweils 10 500 Euro haben Landkreis und Stadt Korbach den Umbau des „Treffpunkts“ unterstützt. Bürgermeister Klaus Friedrich überreichte gestern den entsprechenden Bescheid. Außerdem sagte er der Einrichtung 5000 Euro als Personal- und Sachkostenzuschuss zu. Die Stadtverordneten hatten diese Summe, wie in den Vorjahren auch, im Haushalt verankert. Friedrich begrüßte diese Entscheidung ausdrücklich: „Bei allen finanziellen Problemen müssen wir den freiwilligen Beitrag für diese wichtige und unverzichtbare Arbeit aufrechterhalten.“ Er kritisierte in diesem Zusammenhang die gängige Refinanzierungspraxis. Der Gesetzgeber sei gefragt, den Flickenteppich der Zuschussvergabe abzuschaffen und die Einrichtungen auf eine berechenbare finanzielle Grundlage zu stellen.

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