EWF will im Wakenfeld eventuell Baggerschadendemonstrationsanlage zu Schulungszwecken bauen

Bauhof, Gewerbefläche, Sondergebiet

+
Im Wakenfeld, wo es bereits eine Halle und einen Lagerplatz gibt, soll der zentrale Bauhof errichtet werden.

Willingen - Die Uplandgemeinde will die planungsrechtlichen Voraussetzungen für die Errichtung eines zentralen Bauhofs schaffen. Zugleich soll eine dringend benötigte Gewerbefläche ausgewiesen werden.

Derzeit sind die Fahrzeuge und Geräte des Bauhofs sowie die Materialien auf zahlreiche Standorte im Bereich der Großgemeinde verteilt (die Waldeckische Landeszeitung berichtete darüber). Es ist das Ziel der politischen Gremien, im Bereich des Wakenfelds, wo sich bereits eine Halle und ein Lagerplatz befinden, die zentrale Anlage zu bauen - also in verkehrsgünstiger Lage und in räumlicher Nähe zu den Ortsteilen Willingen und Usseln.

Eine entsprechende Änderung des Flächennutzungsplans und die erforderliche Aufstellung eines Bebauungsplans wurden bereits vor über einem Jahr auf den Weg gebracht. Der Vorentwurf liegt jetzt vor und ist Thema in der nächsten Gemeindevertretersitzung, die am kommenden Dienstag, 26. Juni, um 19 Uhr im Willinger Besucherzentrum beginnt.

Konkret geht es um die Offenlegung der Pläne. In einem ersten Schritt soll im Bebauungsplan neben den vorhandenen Parkflächen an der Bundesstraße 251 und dem für den Bauhof vorgesehenen Areal auch ein Gewerbegebiet ausgewiesen werden. Es gibt eine ganz konkrete Nachfrage eines Willinger Schreinereibetriebs, der aussiedeln will.

Ferner sieht der Vorentwurf des Bebauungsplans auch noch ein Sondergebiet vor. Wie Bürgermeister Trachte in der Sitzung des Bauausschusses berichtete, möchte die Energie Waldeck-Frankenberg GmbH (EWF) hier eine Baggerschadendemonstrationsanlage bauen. EWF-Sprecherin Heike Bayerköhler bestätigte auf Anfrage der WLZ, dass es im Rahmen der kontinuierlichen Ausweitung der Sicherheitsstandards Überlegungen gebe, die Präventionsarbeit auf diese Weise zu intensivieren. Es wird an eine „kleine, unspektakuläre Anlage“ gedacht, die frühestens 2013 verwirklicht werden soll, sofern alle planungsrechtlichen Voraussetzungen bis dahin erfüllt sind. Mitarbeiter von EWF und Tiefbaufirmen könnten dort theoretisch und praktisch für den Fall, dass Gas- und Stromleitungen bei Bauarbeiten durch Bagger beschädigt werden, geschult werden.

Die Änderung des Flächennutzungsplans umfasst ein noch größeres Gebiet. Hier sind gewerbliche Reserveflächen vorgesehen, die für den Fall vorgehalten werden, dass sich hier Betriebe ansiedeln möchten.

Der Bauausschuss befasst sich in einer seiner nächsten Sitzungen bei einem Ortstermin mit dem Bauhof-Projekt. Bürgermeister Trachte will den Mitgliedern dessen Wirtschaftlichkeit und Notwendigkeit erläutern. Auf Antrag von Dirk Wilke (FDP/Usseln) soll zudem der Schwalefelder Kindergarten besichtigt werden.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare