Umgehung halbseitig gesperrt

Baustart am Kreisverkehr

Korbach - Der Verkehr auf der Korbacher Umgehung fließt seit Donnerstag wieder nur halbseitig: Die Bauarbeiten am neuen Kreisverkehr auf der Bundesstraße 251 haben begonnen.

Ein Kreisverkehr mitten auf der Umgehungsstraße? Jetzt, wo die Bagger rollen und der Verkehr stockt, wundern sich auch viele Autofahrer über das neueste Projekt der Stadt Korbach. Dabei war über die Pläne in den vergangenen Monaten schon in den politischen Gremien heftig gestritten worden. Zuletzt hatten die Grünen sich gegen einen Kreisel ausgesprochen und angeregt, an der Kreuzung in Höhe des Gartencenters Meckelburg (Am Ziegelgrund) stattdessen kostengünstige Abbiegespuren zu bauen. Auf einer Bundesstraße eine Kreuzung einzurichten, bei der vier Straßen ohne weitere Verkehrsregelung auf einer Ebene aufeinandertreffen, sei jedoch nicht zulässig, hieß es damals vom Bauamt. Ein Kostenvergleich zwischen Ampelanlage (800 000 Euro) und Kreisverkehr (610 000 Euro) sei eindeutig ausgefallen. Hinzu komme, dass der Kreisel und der damit verbundene Eingriff in die Bundesstraße bereits genehmigt seien. Das Verfahren nochmals aufzurollen, würde eine lange Verzögerung mit sich bringen. Das Baurecht für den Kreisverkehr wurde 2009 durch eine Verwaltungsvereinbarung geschaffen. Bis Ende November soll nun also das Rondell unter der Regie der Straßenbaubehörde Hessen-Mobil entstehen. Die Bundesstraße 251 ist während der Bauarbeiten halbseitig gesperrt. Von der Straße Am Ziegelgrund wird die Einfahrt auf die Ortsumgehung während der Arbeiten gar nicht möglich sein. Derzeit wird die Asphaltschicht der Umgehungsstraße abgefräst. Der erste Bauabschnitt soll bis zum 19. September abgeschlossen sein, danach beginnen die Arbeiten an der zweiten Hälfte des Kreisverkehrsplatzes. Mit dem Kreisel wird das neue Gewerbegebiet an die Umgehung angebunden. Voraussichtlich 40 Lastzüge am Tag werden dort künftig auf die B 251 auf- oder herunterfahren. Auf dem rund 72 000 Quadratmeter großen Areal an der Raiffeisenstraße sind bereits Baufirmen mit schwerem Gerät im Einsatz. Für rund 25 Millionen Euro lässt Continental ein 47 000 Quadratmeter großes Lager für etwa zwei Millionen Zweirad- und für rund 250 000 Autoreifen bauen. Den Bau des Logistikzentrums übernimmt die Firma Core Development mit Sitz in Kornberg im Taunus, Continental mietet die Halle langfristig an, betreiben wird sie der Korbacher Logistikdienstleister Contrans.Bereits im Juli ist außerdem mit dem Bau eines Regenrückhaltebeckens für das neue Gewerbegebiet begonnen worden, zum Schutz gegen Hochwasser. Parallel zur Umgehungsstraße wird darüber hinaus ein Entwässerungsgraben angelegt. Von Lutz Benseler

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